Issa Hayatou kündigte Einspruch gegen die Entscheidung an
Issa Hayatou kündigte Einspruch gegen die Entscheidung an © Getty Images

Issa Hayotou wird in Ägypten zu einer Geldstrafe im zweifacher Millionenhöhe verurteilt. Afrikas früherer Fußball-Boss kündigt bereits Einspruch an.

von Sportinformationsdienst

Afrikas früherer Fußball-Boss Issa Hayatou (Kamerun) muss in Ägypten wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung des Kontinentalverbandes CAF umgerechnet fast 25 Millionen Euro Geldstrafe zahlen.

Das Urteil gegen den früheren Interims-Präsidenten des Weltverbandes FIFA wegen rechtswidriger Methoden bei der Vergabe von TV-Rechten im Land des CAF-Sitzes fällte das ägyptische Kartellamt ECA. Hayatou kündigte bereits Einspruch gegen die Entscheidung an.

Nach Ansicht des ECA hat die CAF unter Hayatous Führung im Juni 2015 TV-Rechte vor allem an der Afrikameisterschaft widerrechtlich bis 2028 für eine Milliarde Dollar exklusiv an ihren angestammten Vermarktungspartner aus Frankreich vergeben. Die gleichzeitige Missachtung eines Konkurrenzangebotes aus Ägypten habe einen Gesetzesverstoß dargestellt. 

Hayatou kurzzeitig FIFA-Präsident

Hayatou wies die Vorwürfe nach der Urteilsverkündung als "nicht hinnehmbare Diffamierung" zurück. Der 72-Jährige, der von Herbst 2015 nach der Sperre gegen den damaligen FIFA-Boss Joseph S. Blatter (Schweiz) bis zur Wahl von Gianni Infantino (beide Schweiz) im Februar 2016 zum neuen Präsidenten der Organisation an der Spitze gestanden hatte, bezeichnete das Verfahren als "politisch zugunsten bestimmter Personen motiviert".