Das Rückspiel im Finale der Copa Libertadores steigt in Madrid. Der Verband erklärt, warum. Doch River Plate legt Einspruch gegen die Entscheidung ein.

von Sportinformationsdienst

Der südamerikanische Fußball-Verband CONMEBOL hat Madrid zum Austragungsort des nach den skandalösen Vorkommnissen verschobenen Final-Rückspiels um die Copa Libertadores bestimmt und den argentinischen Traditionsklub River Plate hart bestraft.

Wie der Verband am Donnerstagabend mitteilte, wird die Begegnung zwischen River Plate und dem Erzrivalen Boca Juniors am 9. Dezember (ab 20.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVETICKER) in der spanischen Hauptstadt im Estadio Santiago Bernabeu, der Heimstätte von Real Madrid, ausgetragen. 

Allerdings hat River Plate bereits Einspruch gegen die Entscheidung des Verbandes eingelegt. 

"Ich habe meinen Freund Florentino Perez (Real-Präsident; d. Red.) gefragt, ob es möglich ist oder nicht. Er sagte mir, er würde uns das Stadion kostenlos zur Verfügung stellen", teilte CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez mit.

Sicherheit, Logistik, Tradition: Deshalb in Madrid

Nicht grundlos ist die Wahl auf Madrid gefallen.

"Außerhalb Argentiniens ist Madrid die Stadt mit den meisten Argentiniern, es ist die zehntsicherste Stadt der Welt. Eine Stadt, in der der Fußball Tradition ist. Und der dortige Flughafen ist der mit den meisten Anschlussmöglichkeiten", erklärte Dominguez.

Rivers Monumental-Stadion, in dem das Rückspiel eigentlich hätte steigen sollen, kam nach dem Angriff von River-Fans gegen das Boca-Team nicht mehr infrage. 

Dominguez: "Es gab keine Chance, dort zu spielen. Es war eine Frage der Sicherheit. Beide Präsidenten sagten mir, dass sie dort nicht spielen wollen."

Boca-Spieler bei Krawallen verletzt

Das Rückspiel zwischen den Klubs aus Buenos Aires (Hinspiel: 2:2) war ursprünglich für den vergangenen Samstag angesetzt worden.

Auf dem Weg ins Stadion wurde der Boca-Mannschaftsbus aber angegriffen und unter anderem mit Steinen beworfen. Mehrere Profis wurden verletzt, Mittelfeldspieler Pablo Perez erlitt eine Augenverletzung. Der für Sonntag geplante Ersatztermin wurde ebenfalls abgesagt. 

Strafe für River Plate

Wegen der Vorkommnisse muss River Plate zudem zwei Geisterspiele austragen und umgerechnet rund 350.000 Euro Geldstrafe bezahlen. Auch gegen diese Strafe legte der Klub Einspruch ein. Allerdings wies der Verband auch eine Beschwerde von Boca ab, der Klub hatte den Sieg am Grünen Tisch gefordert.

Damit finden in dieser Saison zwei prestigeträchtige Finalspiele in Madrid statt. Nach dem Copa-Finale im Bernabeu wird das Endspiel der Champions League wird im Juni 2019 in Atleticos Estadio Wanda Metropolitano ausgetragen.