FC Sion: Christian Constantin entlässt Trainer wegen Paintball und Fondue
Sion-Präsident Christian Constantin sorgt bei einer Trainer-Entlassung für Aufsehen © Getty Images

Der FC Sion mit Präsident Christian Constantin entlässt seinen Trainer aus kuriosem Grund. Für Constantin sind vor allem zwei Dinge ausschlaggebend.

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Der berüchtigte Sion-Präsident Christian Constantin hat mit seiner Entlassung von Trainer Maurizio Jacobacci erneut für Furore gesorgt.

"Im Trainingscamp in Crans-Montana haben wir nicht das Cup-Spiel in Lausanne vorbereitet. Das war eher wie ein lustiger Betriebsausflug. Und dann setzt er Paintball aufs Tagesprogramm. Dieses Spiel, bei welchem man auf andere schießt. Da besteht doch Verletzungsgefahr", schilderte Constantin dem Schweizer Boulevard-Blatt Blick den schier unglaublichen Grund für die Entlassung des Sion-Trainers. 

Jacobacci wurde am Samstag, am Tag vor dem Cup-Spiel bei Lausanne (1:0), entlassen. Am Sonntag trat Constantin dann in Richtung des Ex-Trainers nach.

In mehreren Spielen habe Jacobacci aus seiner Sicht falsch gewechselt oder die falschen Spieler eingesetzt, warf Constantin seinem ehemaligen Trainer weiter vor.

Fondue essen nur "wenn ein Team nicht funktioniert"

Im Trainingslager in Crans-Montana wollte der Sion-Coach seine Spieler außerdem auch zum Fondue essen einladen, doch Constantin bemängelte, dies mache man nur im November oder Januar, "wenn ein Team nicht funktioniert."

Der 61 Jahre alte Sion-Boss erhob schwere Vorwürfe: "Er versteht nicht. Er denkt nicht nach, wie er sollte. Im Moment will ich nicht mit ihm sprechen."

Constantin nicht das erste Mal auffällig

Auf die Frage, ob es überhaupt einen Trainer ohne Fehler gebe, erklärte Constantin: Vielleicht nicht, Aber ganz sicher einen, der weniger Fehler macht." Diesen hat er nun im ehemaligen Bundesliga-Profi Murat Yakin gefunden. Der frühere Schweizer Nationalspieler wurde am Montag als neuer Trainer vorgestellt.

Der Sion-Präsident ist aber kein unbeschriebenes Blatt. Im September des vergangenen Jahres prügelte er sich vor laufenden Kameras mit dem Schweizer TV-Experten Rolf Fringer. "Er hat mir drei, vier Ohrfeigen gegeben", schilderte Fringer die Attacke des Sion-Bosses.

Bereits im Dezember 2004 hatte er nach einem Spiel gegen Kriens den Schiedsrichter und dessen Assistenten attackiert. Daraufhin wurde er wegen Körperverletzung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.