Diego Maradona steht in Zukunft als Coach bei Dorados de Sinaloa an der Seitenlinie. Der Weltstar will dem mexikanischen Zweitligisten Leben einimpfen.

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Mit einer offensiven Spielweise strebt der Weltstar Diego Maradona den Aufstieg mit seinem neuen Club Dorados de Sinaloa an.

"Mit dem, was ich den Spielern seelisch einimpfen kann, wird es schwierig sein, uns zu besiegen", sagte Argentiniens Fußball-Legende bei seiner Vorstellung als Trainer in Culiacan. Er sei kein Verfechter des defensiven Fußballs.

Bei seinem ersten Training ließ sich der einst beste Fußballer der Welt von Hunderten Fans feiern. Er bedankte sich in dem er seine neuen Spieler nach der Einheit zum isländischen "Huh"-Klatschruf animierte.

Maradona war zuletzt in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Trainer tätig. Nachdem er dort mit dem Fudschaira SC den direkten Aufstieg verpasste, wurde der Altstar entlassen. Nun wagt er in Mexiko einen neuen Versuch.

Der Weltmeister von 1986 hat sich für elf Monate als Coach bei Dorados verpflichten lassen. Medienangaben zufolge kassiert er dafür 1,6 Millionen Dollar (1,4 Mio. Euro ein). Die Aufgabe ist allerdings keine leichte. Dorados de Sinaloa liegt in der Liga auf dem vorletzten Tabellenplatz.

"Wir kommen nicht zu einem Spaziergang oder zu einer Ferienfahrt. Wir kommen, um zu arbeiten", versicherte Maradona vor rund 120 Journalisten auf der Pressekonferenz des Vereins. Er habe sowohl von Boliviens Staatschef Evo Morales als auch vom venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro Angebote bekommen, die jeweiligen Nationalmannschaften zu führen. Momentan sei jedoch nicht der geeignete Zeitpunkt dafür.

Anspielung auf frühere Drogensucht

Mit seinem Engagement beim mexikanischen Zweitligisten könne er nun erleben, was er während seiner "Krankheit" vermisst habe, sagte der Argentinier in Anspielung auf seine Drogensucht. Er könne tagsüber die Sonne sehen und nachts schlafen.

Nach seiner aktiven Karriere war Maradona immer wieder wegen Doping- und Drogenproblemen in die Schlagzeilen geraten. Zudem hatte er mit seinem Gewicht zu kämpfen. Er begab sich mehrfach in eine Entziehungskur und ließ sich den Magen verkleinern.

Bei der WM in Russland sorgte er auf der Tribüne für Wirbel. Er zeigte den Mittelfinger, tanzte wirr, schlief ein und erlitt einen Schwächeanfall. Ein Assistent musste Maradona festhalten. Im Juli trat er dann einen Job als Präsident für die Fußballstrategie des weißrussischen Klubs Dinamo Brest an. Dabei fuhr er mit einem Panzer durch die Stadt und ließ sich bejubeln.