Crystal Palace v Southampton FC - Premier League
Max Meyer wechselte im Sommer vom FC Schalke zu Crystal Palace © Getty Images

Der Fußball-Klub von Max Meyer sorgt in England für Aufruhr. Crystal Palace fordert sein Frauen-Team auf, Sponsorengelder zu beschaffen - und droht sonst mit Rauswurf.

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Bei den Zweitliga-Fußballerinnen des englischen Klubs Crystal Palace hat eine Beitragsforderung großen Unmut ausgelöst.

Einige Spielerinnen sollen entweder 250 Pfund (rund 280 Euro) an Sponsorengeldern beschaffen oder die Summe selber zahlen, ansonsten droht ihnen der Vereinsausschluss.

Der feste Stamm des Frauenteams muss den Beitrag laut Vereinsangaben allerdings nicht bezahlen, wurde jedoch zur Sponsorensuche ermutigt, um das Profil des Klubs zu verbessern und Verbindungen mit der Wirtschaft zu knüpfen.

Bei Nichtzahlung droht Vereinsausschluss

"Manche Spielerinnen, besonders die jüngeren, machen sich wirklich Sorgen, das Geld nicht zusammenzubekommen", sagte eine Sprecherin des Frauenteams dem Guardian. Von der Vereinsführung hätten die Frauen einen vorgefertigten Brief bekommen, den sie an mögliche Sponsoren weiterleiten sollen.

"Das ist alles sehr herablassend", sagte die Sprecherin und ergänzte: "Wir wissen natürlich, dass die Männermannschaft nochmal etwas ganz anderes ist, aber einige von uns haben diese Strukturen und die Botschaft, die dadurch vermittelt wird, einfach satt."

Meyer kassiert bei Crystal Palace ab

Bei den Männern wird hingegen investiert. Der Ex-Schalker Max Meyer soll wöchentlich rund 190.000 Euro verdienen, der ivorische Nationalspieler Wilfried Zaha bekommt nach Angaben des Guardian 143.000 Euro in der Woche.

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Zaha unterstützt die Spielerinnen. "Wir freuen uns mitteilen zu können, dass sich Wilf Zaha an den Klub gewandt hat, um einen substanziellen finanziellen Beitrag zu leisten, um die Entwicklung unserer Amateurspieler zu unterstützen", teilte der Verein mit. Wie viel Geld Zaha spendet, ist nicht bekannt.