Soccer Aid for UNICEF 2018
Usain Bolt stand schon in einem UNICEF-Benefizspiel als Kapitän auf dem Fußballplatz © Getty Images

Ex-Sprintstar Usain Bolt treibt seinen Fußball-Traum weiter voran: Nun trainiert er in Australien mit den Central Coast Mariners. Sein Ziel ist ein Profivertrag.

von Sportinformationsdienst

Der ehemalige Sprint-Superstar Usain Bolt ist seinem Traum von einer Karriere als Fußball-Profi ein Stück näher gekommen.

Der 31-jährige Jamaikaner wird auf unbestimmte Zeit am Training des australischen Erstligisten Central Coast Mariners teilnehmen. Dies teilte der Klub am Mittwoch mit. Ob Bolts Engagement in Down Under tatsächlich in einem Profivertrag mündet, ist jedoch weiter offen.

Bolt: Alles ist möglich

"Ich sage immer, dass alles möglich ist, und setze mir keine Grenzen. Ich freue mich auf die Herausforderung", sagte Bolt: "Es ist mein Traum, professionell Fußball zu spielen, und ich weiß, dass es harte Arbeit und Training brauchen wird, um zu spielen und in der A-League einen Unterschied zu machen."

Die Mariners, deren Saison im Oktober beginnt, scheinen es derweil ähnlich ernst wie Bolt zu meinen. "Sein Trainingsprogramm wird so strukturiert sein, dass wir sehen können, ob er an ein Level herankommt, das einen Vertrag rechtfertigt", sagte Geschäftsführer Shaun Mielekamp. Einen konkreten Zeitrahmen gab er dabei nicht an. Der Prozess könne drei Wochen, drei Monate, sechs Monate oder länger dauern.

Mariners meinen es ernst mit Bolt

Der achtmalige Olympiasieger Bolt hatte im März mit einem PR-wirksamen Training beim Bundesligisten Borussia Dortmund für Aufsehen gesorgt und im Juni für eine Woche mit dem norwegischen Erstligisten Strömsgodset IF geübt. Ein längeres Engagement, wie es nun in New South Wales geplant ist, hat Bolt aber noch nicht vorzuweisen. Laut Vereinsangaben plane er gar, vor Ort zu leben.

Im vergangenen Jahr hatte Bolt seine Leichtathletik-Karriere beendet. Der Plan des Fans von Manchester United, als ernstzunehmender Fußballprofi durchzustarten, wirkt weiterhin unrealistisch.

Dennoch sehen die Mariners die Zusammenarbeit mit Bolt nicht als "Gimmick oder Kampagne", sagte Mielekamp. Zwar sei er "gespannt, was dies für unsere Region bedeutet", aber das Wichtigste sei "uns um einen Sportler zu kümmern, der ein Profi werden will".