Fans von Sporting verurteilten die Angriffe auf Bas Dost und andere Spieler
Fans von Sporting verurteilten die Angriffe auf Bas Dost und andere Spieler © Imago

Ex-Bundesliga-Star Bas Dost von Sporting Lissabon ist in Portugal von den eigenen Fans attackiert worden. Der Berater erhebt bei SPORT1 schwere Vorwürfe.

von Reinhard Franke , Sportinformationsdienst

Der frühere Wolfsburg-Profi Bas Dost ist bei einer Attacke von eigenen Fans verletzt worden. 

Etwa 50 maskierte Personen hatten am Dienstag das Trainingsgelände und die Umkleidekabine des portugiesischen Erstligisten Sporting Lissabon gestürmt.

Wie mehrere lokale Medien übereinstimmend berichten, waren die Angreifer mit Stöcken und Gürteln bewaffnet. Bei dem Angriff durch die Ultra-Gruppierung seien demnach mehrere Spieler und Trainer verletzt worden. Ex-Bundesligaspieler Dost erlitt eine blutende Kopfverletzung.

"Bas hat Verletzungen am Kopf erlitten. Wir sind zutiefst erschüttert von dem Gewaltakt dieser vermeintlichen Fans", sagte Dost-Berater Gunther Neuhaus zu SPORT1. "Es ist höchst bedenklich, dass der Klub die Sicherheit seiner eigenen Spieler auf dem bewachten Trainingsgelände nicht sicherstellen konnte." 

Der 22-malige portugiesische Meister verurteilte die Angriffe aufs Schärfste: "Wir werden Vandalismus und Aggressionen gegenüber Sportlern, Trainern und Mitarbeitern des Klubs in keiner Weise tolerieren", erklärte der Verein in einer Mitteilung. "Das ist nicht Sporting, und das kann nicht Sporting sein."

Fans verurteilen Gewalt

In der Nacht auf Mittwoch solidarisierten sich viele Fans mit den Opfern und verurteilten die gewalttätigen Angriffe auf Dost und die anderen Spieler.

Der Klub bedankte sich via Twitter für die Aktion und teilte Bilder, auf denen sich die Fans mit Bannern von den Randalierern distanzierten und auch eine große Fane mit einem Konterfei von Dost präsentierten. "Gegen die Gewalt, für Sporting", stand auf einem der Banner geschrieben.

Die portugiesische Liga verurteilte den Angriff ebenfalls. "Die Täter sind keine Fußballfans, sondern Kriminelle", hieß es in einem Statement.

Sporting hatte die Qualifikation für die Champions-League durch eine 1:2-Niederlage bei Maritimo Funchal am letzten Spieltag verpasst und beendete die Saison hinter Meister FC Porto und Stadtrivale Benfica auf Platz drei.

Am Sonntag spielt die Mannschaft von Trainer Jorge Jesus im Pokalfinale gegen CD Aves.

"Ein Einsatz am Sonntag im Pokalfinale ist deshalb unwahrscheinlich", so der Berater.