India v Belgium - FIH Men's Hockey World Cup
Belgien ist Hockey-Weltmeister 2018 © Getty Images
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Spieler der belgischen Hockey-Nationalmannschaft werden wegen illegaler Sportwetten verdächtigt. Untersuchungen sind bereits eingeleitet.

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Spieler des Hockey-Weltmeisters Belgien stehen offenbar unter dem Verdacht, an illegalen Sportwetten teilgenommen zu haben.

Wie lokale Medien berichten, hat die belgische Glücksspiel-Kommission aus diesem Grund Untersuchungen eingeleitet.

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Der belgische Hockeybund KBHB bestätigte der Nachrichtenagentur Belga, dass die Kommission Informationen angefragt habe, darunter Spielberichte aus der Zeit von 2015 bis 2018. Demnach stehen unter anderem zwei Spiele der Weltmeisterschaft im Dezember in Indien im Fokus der Ermittler, die eingesetzten Summen sollen sehr niedrig gewesen sein.

Spieler bestreiten Wett-Vorwürfe

Welche und wie viele Spieler unter Verdacht stehen und was genau untersucht werde, sei dem Verband nicht bekannt, erklärte KBHB-Sprecher Denis Van Damme. Nach Verbandsangaben wussten die Nationalspieler in Indien, dass es verboten war, auf WM-Spiele zu wetten. "Wir haben die Spieler gefragt, ob sie an Online-Wetten teilgenommen haben. Niemand hat eine positive Antwort gegeben", sagte Van Damme. Der Verband kooperiere mit den Behörden.

In Belgien sind Wetten auf Spiele in einem Wettbewerb, auf die der Glücksspieler einen direkten Einfluss haben kann, gesetzlich verboten. Die Strafen reichen von einer Geldbuße bis zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren.

Belgien hatte im vergangenen Jahr erstmals den WM-Titel gewonnen und dabei im Viertelfinale die deutsche Auswahl ausgeschaltet. Im Endspiel setzte sich der Olympiazweite von Rio gegen den Nachbarn Niederlande durch (3:2 n.P.).