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München - DHB-Sportvorstand Axel Kromer fordert nach vielen positiven Coronafällen im Vorfeld der Handball-WM "Optimierungen" bei den Hygienemaßnahmen.

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DHB-Sportvorstand Axel Kromer hat nach zahlreichen positiven Coronafällen im Vorfeld der Handball-WM in Ägypten "Optimierungen" bei den Hygienemaßnahmen angemahnt.

Gerade im Teamhotel in Gizeh gebe es "Verbesserungspotenzial", sagte Kromer bei einer virtuellen Medienrunde am Mittwoch, etwa beim Essen. So seien im Fünf-Sterne-Haus am Fuße der weltberühmten Pyramiden "nicht alle Restaurants" geöffnet, daher werde er "mit Nachdruck" fordern, dass "weitere Räume geöffnet werden, um das Risiko zu minimieren" und Kontakte zu vermeiden.

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Zudem seien Kromer Personen aufgefallen, die "zwar akkreditiert sind, aber von denen wir nicht wissen, welche Funktion sie haben". Manch einer vom Hotel-Personal nehme es beim Tragen der Maske auch nicht so genau, da "hängt" der Mund-Nasen-Schutz schon einmal am Kinn. (Spielplan der Handball-WM 2021)

Kromer: "Wird noch Risiken geben"

Kromer rechnet damit, dass es beim Thema Corona "in den nächsten Tagen noch Risiken" gebe werde. "Wir müssen daran arbeiten, dass alles so läuft, wie wir es uns vorstellen", sagte Kromer auf SPORT1-Nachfrage.

Und weiter: "Im Idealfall war es die letzte Meldung, die wir gehört haben. Daran arbeiten wir. Wir können das Geschehen außerhalb des Hotels nicht beeinflussen. Bei den Dingen, die bei den USA und Tschechien passiert sind, kenne ich die Grundlagen nicht."

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Im DHB-Lager habe man aus den Vorfällen nach dem EM-Qualifikationsspiel in Estland im Oktober gelernt. Damals wurden mehrere Spieler positiv getestet. "Wir vermuten, dass der Ausbruch damals darauf resultierte, dass aus irgendeinem Grund das Virus in die Veranstaltung getragen wurde. Sprich: Dass irgendein Teammitglied bereits infiziert war, bevor die Maßnahme begonnen hatte", erklärte Kromer.

Deshalb habe man vor der WM Isolationen eingeleitet und die Spiele aufgefordert, ab dem 28. Dezember also nach dem letzten Bundesligaspiel in Isolation zu bleiben und Kontakte zu reduzieren, so der 44-Jährige.

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"Natürlich ist all das nicht überall gang und gäbe gewesen. Wir wissen, dass es trotz negativen Tests das Risiko gibt, dass das Virus in einem Körper schlummert. Deshalb wird es in den nächsten Tagen sicherlich noch ein erhöhtes Risiko geben. Aber das Risiko wird dann, wenn die Veranstaltung läuft und die Bubble geschlossen ist, von Tag zu Tag geringer werden."

Corona-Fälle bei Gegner Kap Verde

Über die Entwicklungen bei Vorrundengegner Kap Verde, wo laut Medienberichten sieben Corona-Fälle aufgetreten sein sollen, konnte Kromer keine Neuigkeiten berichten: "Da kann ich nur spekulieren. Von der IHF selbst wurden wir über Tschechien und die USA informiert. Einzelfälle wie bei Kap Verde oder auch Brasilien wurden uns nicht offiziell mitgeteilt."

Sebastian Firnhaber erklärte in der Medienrunde, die Vorfälle ausblenden und sich auf das Sportliche konzentrieren zu wollen. "Für die Hygiene sind Axel Kromer und Oliver Roggisch verantwortlich. Da vertrauen wir ihnen komplett", so der Innenblockspieler.

Ähnlich stellte es Kai Häfner dar: "Die ersten Tage sind etwas hektisch, das ist grundsätzlich so und man versucht, das so gut es geht auszublenden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wenn man dann in der Halle steht, ist es eh anders und man kann sich auf Handball konzentrieren."

Am Dienstag hatten die USA und Tschechien wegen einer Flut von Coronafällen ihre WM-Teilnahme abgesagt. Auch in anderen Teams gibt es zahlreiche Positiv-Befunde.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)