Bob Hanning ist Vizepräsident beim DHB
Bob Hanning ist Vizepräsident beim DHB © Imago
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Bob Hanning kann die geäußerte Kritik an der WM-Blase aus der Handball-Bundesliga nicht verstehen. Der DHB-Vizepräsident findet sie heuchlerisch.

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Vizepräsident Bob Hanning vom Deutschen Handballbund (DHB) hat mit Unverständnis auf die aus der Bundesliga geäußerte Kritik am Hygienekonzept der WM in Ägypten (13. bis 31. Januar) reagiert.

"Ich weiß nicht, woher wir die Arroganz nehmen, dass wir das alles besser können als andere Länder. Damit tue ich mich sehr schwer", sagte der Manager der Füchse Berlin im rbb-Interview (Handball-WM 2021 vom 13. bis 31. Januar im LIVETICKER).

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Am Montag hatte Carsten Bissel, Aufsichtsratschef beim Bundesligisten HC Erlangen, das Konzept scharf kritisiert. "Die angebliche Blase in Kairo ist ein Witz", sagte Bissel im SZ-Interview unter anderem. Die "angeblichen Hygienekonzepte", so Bissel weiter, "spotten jeder Beschreibung".

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Hanning findet Kommentare heuchlerisch

An Hanning prallen solche Worte ab. "Ich finde das sehr hart, so etwas ständig zu behaupten. Wenn wir uns angucken, wer sich bei den Qualifikationsspielen, die stattgefunden haben, infiziert hat: Es waren wir Deutschen, die alles immer so gut können. Daher glaube ich, dass etwas mehr Fairness angebracht wäre", sagte der DHB-Vize.

Bissel hatte zudem auf die zugelassenen Zuschauer (Veranstalter plant mit einer Hallenauslastung von 30 Prozent) verwiesen und dies als "Wahnsinn" bezeichnet (Kader des DHB-Teams bei der Handball-WM 2021).

Für Hanning wirkt dies ein Stück weit heuchlerisch: "Nehmen wir uns als Vereine: Wir wollen unbedingt mit Zuschauern spielen", sagte der 52-Jährige und ergänzte: "Also das, was wir wünschen und morgen machen würden, wenn wir dürften, wollen wir den anderen verwehren, die es dürfen. Wir sollten immer wieder schauen, worüber wir reden, und nicht Dinge opportunistisch vertreten."