Bob Hanning möchte Gespräch mti Lauterbach
Bob Hanning möchte Gespräch mti Lauterbach © firo Sportphoto/firo Sportphoto/SID
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Bob Hanning wünscht sich ein Gespräch mit SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, um dessen Kritik an der Handball-WM in Ägypten auszudiskutieren.

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Neue Hauptstadt Ägyptens (SID) - DHB-Vizepräsident Bob Hanning wünscht sich ein Gespräch mit dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, um dessen Kritik an der Handball-WM in Ägypten auszudiskutieren. "Das geht mir echt auf die Nerven", sagte Hanning dem SID zu Lauterbachs jüngsten Aussagen und ergänzte: "Selbstverständlich würde ich ihm das auch persönlich sagen. Ich bin ein Mensch der klaren Worte und des Dialogs. Warum in der Sache streiten, wenn es auch persönlich geht?"

Lauterbach hatte die WM in Ägypten bei RTL zuletzt als "das falsche Turnier in dieser Zeit" bezeichnet - bei Hanning löste dies großes Unverständnis aus. "Ich mag es nicht, wenn man uns Deutsche bevormundet und immer wieder von Dingen redet, überhaupt nicht vor Ort ist, aber immer weiß, was man dazu zu sagen hat", sagte Hanning. 

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Der DHB-Funktionär ergänzte in Richtung des Sozialdemokraten: "Wenn man sich ständig äußert, man hat zu jedem Thema eine Meinung, man will überhaupt keinen Spaß mehr erlauben, dann kann man das so machen, wenn es um Talkshow-Auftritte geht. Wenn ich 20-mal was sage, liege ich bestimmt irgendwann auch mal richtig."

Nach mehr als der Hälfte des Turniers funktioniert das Hygienekonzept der WM laut Hanning ausgezeichnet. Die vorzeitigen und coronabedingten WM-Rückzüge Tschechiens und der USA sowie die Abreise Kap Verdes während des Turniers hätten zwar bewiesen, dass es Probleme geben kann. "Aber die kommen nicht von innen, sondern von außen in das Land hinein." Die Blase habe bislang "absolut gehalten".

Der 52-Jährige hofft, dass die WM so auch Vorbild für weitere Turniere sein kann - beispielsweise für die in den kommenden Sommer verlegten Olympischen Spiele in Tokio. Olympia "sei absolut durchführbar. Man kann und muss aus dieser Veranstaltung hier lernen", sagte Hanning. "Wir sind eine sehr, sehr gute Blaupause für das, was kommen wird."