Schmäschke (r.) befürwortet eine Verschiebung der WM
Schmäschke (r.) befürwortet eine Verschiebung der WM © FIRO/FIRO/SID
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Im Zuge der vielen Spielausfälle im Handball plädiert Dierk Schmäschke, Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt, für eine Verschiebung der WM.

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Im Zuge der vielen coronabedingten Spielausfälle im Handball plädiert Dierk Schmäschke, Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt, für eine Verschiebung der WM.

"Ich würde es für vernünftig halten, die WM und alle nachfolgenden Turniere um ein Jahr zu verschieben - ähnlich wie es mit den Olympischen Spielen 2020 passiert ist", sagte Schmäschke dem SID.

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Zum einen hält er es unter den jetzigen Umständen für eine "epidemiologisch sinnvolle Entscheidung, zum anderen würden wir wertvolle Zeit gewinnen. Zeit für nachzuholende Spiele, aber auch Zeit zur Regeneration für Spieler, die über Monate im Drei-Tages-Rhythmus spielen", so Schmäschke: "Aber die Entscheidung treffen weder die Klubs noch die nationalen Verbände, sondern allein die IHF. Auch muss man bedenken, dass es hierzu unterschiedliche Meinungen in den europäischen und internationalen Verbänden gibt."

Kaum ein Klub ist momentan so hart von Spielausfällen betroffen wie Flensburg. Zwar hatte der Meister der Jahre 2018 und 2019 selbst noch keinen Coronafall, doch wegen eines positiven Tests beim Gegner musste das für Mittwochabend geplante Champions-League-Spiel beim belarussischen Vertreter HC Meschkow Brest verlegt werden - es ist die vierte Spielabsage binnen weniger Wochen.

"Man könnte die Lage generell entzerren, indem man den Turnier-Rhythmus (von WM und EM, Anm. der Redaktion) wie früher wieder auf vier Jahre festlegt. Das würde allen Beteiligten ein wenig Luft verschaffen und das schwierige Konstrukt etwas entzerren", sagte Schmäschke. 

Für die Durchführung von Liga und Europapokal brauche es in den kommenden Wochen und Monaten "den Mut aller Beteiligten und ein extrem hohes Maß an Flexibilität. Wir sollten da zum Beispiel auch über Doppelspieltage am Samstag und Sonntag nachdenken, wie wir sie von Final-Four-Veranstaltungen kennen", so Schmäschke.

Der langjährigen Bundesliga-Manager treibt die Sorge um den gesamten Handball um. "Es geht immer mehr auch darum, unseren Sport in seinen Strukturen zu bewahren. Das ist für uns Vereine von elementarer Bedeutung", sagte Schmäschke: "Wir müssen darum kämpfen, die Begeisterung der Menschen für den Handball in den Köpfen am Leben zu halten."