Geschäftsführer Marc Henrik Schmedt (SC Magdeburg) - Handball Testspiel Sommervorbereitung Saison 2019-2020 Punktspiel SC Magdeburg vs. GOG Svendborg in der Ohrelandhalle in Haldensleben - Deutschland, Handball, Mann, Maenner,25.07.2019 *** Managing Director Marc Henrik Schmedt SC Magdeburg Handball Test match Summer preparation Season 2019 2020 Points match SC Magdeburg vs. GOG Svendborg in the Ohrelandhalle in Haldensleben Germany, Handball, Mann, Maenner,25 07 2019
Magdeburgs Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt sieht eine WM-Austragung kritisch © Imago
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München - Die Debatte über die Handball-WM im Januar spitzt sich zu. Zwei Funktionäre der Bundesliga äußern sich bei SPORT1 unterschiedlich zum Thema.

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Angesichts der hohen Corona-Fallzahlen hat sich eine kontroverse öffentliche Debatte über die Handball-WM entwickelt.

Auch einige Profis hatten sich zuletzt zu dem Thema geäußert - allerdings ganz unterschiedlich. Während sich mit Kapitän Uwe Gensheimer, Torhüter Johannes Bitter und Rechtsaußen Timo Kastening drei DHB-Stars tendenziell pro WM aussprachen, gab es vor allem von Spielerseite des THW Kiel (Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek, Steffen Weinhold, Domagoj Duvnjak) Gegenwind.

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Marc-Henrik Schmedt sieht die Austragung des Mega-Turniers in Ägypten mit 32 Teams kritisch. "Es ist so, dass die Ausrichtung der Weltmeisterschaft in die Corona-Hochphase fällt. Das ist natürlich ein kritischer Zeitpunkt", sagte der Geschäftsführer des SC Magdeburg bei SPORT1.

Magdeburgs Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt sieht eine WM-Austragung kritisch
Magdeburgs Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt sieht eine WM-Austragung kritisch © Imago

Selbst wenn sich alle Beteiligten in einer Blase abschotten würden, bleibe ein Restrisiko. "Wenn da 32 Mannschaften zusammenkommen – man kann pro Team mit rund 50 Personen rechnen – und die Medienvertreter, reden wir von 2000 bis 3000 Menschen. Man kann das Risiko minimieren, aber kein Hygienekonzept der Welt kann absolute Sicherheit bieten."

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Handball-WM: Schmedt äußert Befürchtung

Auch wenn er keine Zweifel an der professionellen Organisation des ägyptischen Verbands habe, "bleibt zu befürchten, dass es wie bei anderen gesellschaftlichen Begegnungen auch hier zu Infektionen kommen kann. Daher befürchte ich leider auch, dass der breite mediale Fokus mehr auf eventuellen Infektionen als auf dem sportlichen Geschehen liegen wird."

Besondere Vorgaben brauche er seinen Spielern - sollte das Turnier stattfinden - nicht mitgeben. Schließlich würden sie seit Monaten nichts anderes machen, als sich coronakonform zu verhalten.

Auch sonst haben die Klubs wenig Einfluss: "Rechtlich sieht es Stand heute so aus, dass wir zur Abstellung verpflichtet sind. Ich kann nur jedem Spieler sagen, dass er das Risiko für sich abwägen muss", erklärte Schmedt. Er unterstütze allerdings "vollumfänglich die Idee, die Weltmeisterschaft um ein Jahr zu verschieben."

Günther verweist auf Abstellpflicht der Klubs

Karsten Günther, Geschäftsführer beim SC DHfK Leipzig, betonte bei SPORT1, er kenne weder das genaue Hygienekonzept der Veranstalter, noch sei er mit der Pandemie-Lage in Ägypten vertraut (Der Spielplan der HBL).

"Ich setze darauf, dass die Verantwortlichen beim DHB im Sinne der Sportler, die dort hinfahren, alles wirklich zu 100 Prozent und sehr, sehr kritisch prüfen. Wenn sie zu dem Urteil kommen, dass die WM zu verantworten ist und wir gemeinsam einen Plan erarbeiten, wie mit Vor- und Nach-Quarantäne Ansteckungsgefahren minimiert werden können, dann wäre es scheinheilig, die WM zu kritisieren", sagte Leipzigs Boss.

Karsten Günther ist Geschäftsführer beim SC DHfK Leipzig
Karsten Günther ist Geschäftsführer beim SC DHfK Leipzig © Imago

Günther betonte außerdem, "welche herausragende Bedeutung solch ein Großereignis für unsere Sportart hat." Man könne nicht einfach sagen, dass das Turnier nicht stattfinden kann, so der Funktionär - auch wenn es für seinen Verein einfacher wäre.

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"Natürlich wäre es am besten, wenn wir uns auf unsere Bundesliga-Spiele konzentrieren könnten und ansonsten wäre nichts drumherum. Aber so funktioniert Handball nicht, da gehört auch eine WM dazu. Aber da haben wir noch viel Arbeit vor uns."

Auch Günther verwies auf die Abstellpflicht und machte deutlich: "Wir begleiten unsere Jungs in sehr vielen Fragen – das werden wir auch bei dieser Frage so handhaben. Da muss jeder Spieler selbst bewerten: Kann er das? Will er das? Welche Folgen hätte das für seine Karriere, für seine Gesundheit? Da werden wir an der Seite unserer Spieler stehen."