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Berlin - Uwe Gensheimer will mit Hilfe der Fans in Köln unbedingt ins Halbfinale. Im SPORT1-Interview hat er zudem eine Erklärung für seine Siebenmeter-Patzer.

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Der letzte Spieltag der Gruppenphase bei der Handball-WM brachte Gewissheit: Deutschland startet mit 3:1-Punkten in die am Samstag beginnende Hauptrunde in Köln (Die Termine in der Hauptrunde).

Dort trifft die DHB-Auswahl auf Island, Spanien und Kroatien.

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Nach dem abschließenden 31:23-Sieg gegen Serbien sprach Kapitän Uwe Gensheimer mit SPORT1 über die Vorrunde, die Erwartungen für das weitere Turnier und die Party-Stimmung in Berlin und Köln.

SPORT1: Herzlichen Glückwunsch zur ungeschlagenen Vorrunde. Wie fällt Ihr Fazit zum Spiel und zur ersten Gruppenphase aus?

Uwe Gensheimer: Es hat riesig Spaß gemacht, in Berlin zu spielen. Wir wollten heute unbedingt nochmal mit einem Sieg hier (aus Berlin, Anm. d. Red.) rausgehen. Es haben Spieler Einsätze bekommen, die bisher noch nicht so viel gespielt haben, was mich richtig freut. Dass Heine (Silvio Heinevetter, Anm. d. Red.) gleich eine Top-Leistung zeigt, dass Matze Musche auf Linksaußen, der bislang hinter mir noch nicht so viel gespielt hat, reinkommt und sein Ding überragend macht. Die Jungs, die sportlich noch nicht richtig im Turnier waren, haben uns immer gepusht von der Bank aus. Deswegen wollten wir das dann auch den Jungs zurückgeben. Ich bin froh, dass wir solche Spieler noch haben. Wir brauchen jeden, auch in den weiteren Spielen. Dazu haben uns die Fans einen ganz tollen Abschied bereitet. Mit diesem positiven Gefühl gehen wir jetzt nach Köln.

Gensheimer über Siebenmeter: "Meine Quote war zu gut"

SPORT1: Das positive Gefühl haben Sie angesprochen. Aber mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Hauptrunde?

Gensheimer: Wir haben gemerkt, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen können. Wir müssen die Spiele angehen wie hier, mit einer hohen Konzentration, mit ganz großem Fokus auf jeder einzelnen Aktion, weil jeder Ball dann in so einem Spiel wichtig ist. Man hat es gesehen, zweimal haben wir Unentschieden gespielt, da machen es Kleinigkeiten aus. Wenn wir es schaffen, das nach Köln mitzunehmen, dann vor 19.000 Zuschauern spielen, dann werden wir hoffentlich ins Halbfinale getragen.

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SPORT1: Sie haben heute zwei Siebenmeter verworfen – das ist unüblich. Haben Sie eine Erklärung oder kann das einfach passieren?

Gensheimer: Die Quote war vorher zu gut, ich musste die mal ein bisschen runterschrauben (lacht).

Gensheimer: Wollen unbedingt nach Hamburg

SPORT1: Kann man von Ihnen eine Kampfansage erwarten oder ist die Devise "von Spiel zu Spiel"?

Gensheimer: Wir konzentrieren uns immer auf den nächsten Gegner. Aber wir halten nicht damit hinterm Berg, dass wir unbedingt nach Hamburg wollen.

SPORT1: Welche Party erwarten Sie in Köln?

Gensheimer: Wenn da nochmal ein paar Tausend mehr sind als hier… Ich hoffe, dass das Dach nicht wegfliegt.

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