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Martin Strobel ist nach seiner schweren Verletzung wohlauf. Noch aus dem Krankenhaus schickt er eine Nachricht, eine Rückkehr in das DHB-Team lässt er aber offen.

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Martin Strobel spricht leise, doch seine Worte haben Gewicht. Das ist auf dem Feld so. Und auch jetzt, in seiner bislang schwierigsten Zeit als Handball-Profi. "Es geht mir den Umständen entsprechend gut", sagte Strobel dem SID am Mittwoch.

Wenige Stunden nach der Operation am linken Knie wirkte der schwer verletzte Spielmacher der deutschen Handballer erstaunlich gefasst.

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Sein Schicksal meistert Strobel auf bewundernswerte Art. Selbst im Krankenbett strahlt der 32-Jährige jene Ruhe aus, die ihn auf dem Parkett auszeichnet. "Jetzt heißt es, sich Zeit für die Reha zu nehmen und die Ratschläge der Ärzte zu befolgen", sagte Strobel mit fester Stimme und bezifferte seine Ausfallzeit auf sechs bis acht Monate.

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Der Weg zurück aufs Parkett habe für ihn "höchste Priorität".

Strobel bedankt sich für Unterstützung

Vor allem bedankte sich Strobel, der die Mannschaft beim Abschied im Teamquartier mit einer emotionalen Rede tief berührt hatte, für den enormen Zuspruch von allen Seiten. Von Fans und Freunden. Von der Familie, dem Bundestrainer und seinen Mitspielern.

Beim Hauptrunden-Abschluss gegen Spanien trugen DHB-Vizepräsident Bob Hanning, Sportvorstand Axel Kromer und die Betreuer Strobel-Trikots mit der Nummer 19.

"Ich bin sprachlos über die vielen Nachrichten und Genesungswünsche", schrieb der Europameister von 2016 bei Instagram unter ein Foto, das ihn im Krankenhausbett zeigt: "Danke Berlin und Köln, dass ich das mit diesem TEAM erleben durfte. Der Weg ist noch nicht zu Ende, Männer!"

Verletzung richtig einordnen

Der ehemalige Handballstar Stefan Kretzschmar schrieb am Mittwoch bei Instagram: "Danke, Martin, für deine Übersicht, deine ausgestrahlte Ruhe und deinen tadellosen Sportsgeist. Du warst ein ganz wichtiger Bestandteil unseres Erfolges. Gute Besserung Junge ... und DANKE."

Das abrupte Ende seines ganz persönlichen WM-Märchens hat Strobel akzeptiert. "Sport kann unglaublich schöne, aber auch extrem harte und traurige Momente haben", sagt er. Seine Erfahrung und sein Alter würden ihm dabei helfen, die Verletzung, die er sich im Kroatien-Spiel (22:21) am Montagabend zugezogen hatte, besser einzuordnen.

"Wir setzen uns diesem Risiko täglich aus und müssen damit zurechtkommen, wenn dann mal so etwas passiert. Es gibt keinen guten Zeitpunkt dafür."

Strobel lässt DHB-Rückkehr offen

Ob er jemals wieder für die Nationalmannschaft auflaufen wird, ließ Strobel offen. "Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Ich muss erst mal wieder auf die Beine kommen und gesund werden", sagte der Rückraumspieler vom Zweitligisten Balingen-Weilstetten, der erst kurz vor der Heim-WM von Bundestrainer Christian Prokop reaktiviert worden war.

Den Rest der WM wird Strobel vom Fernseher aus verfolgen. Schon zum Halbfinale am Freitag, so sein Plan, will er wieder zu Hause sein. "Wir müssen den Heilungsverlauf abwarten. Aber das ist mein Plan", sagte Strobel zuversichtlich.

Seiner Mannschaft traut Strobel im weiteren Turnierverlauf noch viel  zu. Jeder einzelne Spieler müsse sich weiter auf seine Stärken besinnen und zusammen wie bislang eine "unglaubliche Teamleistung" abrufen.

Die riesige Variabilität im Kader sei der große Trumpf, davon ist Strobel überzeugt: "Und wenn man in einem Halbfinale steht, ist alles möglich."