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Berlin - Andreas Wolff erwischt bei der Handball-WM 2019 einen Start nach Maß. Teamkollege Gensheimer lobt. Auch Silvio Heinevetter kann zum Trumpf werden.

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15 Paraden, zwei gehaltene Siebenmeter – und das in gerade einmal 40 Minuten: Andreas Wolff erwischte bei der Handball-WM 2019 (Die WM in Deutschland und Dänemark vom 10. bis 27. Januar im LIVETICKER auf SPORT1) einen Start nach Maß.

Beim nie gefährdeten 30:19 (17:10)-Erfolg des deutschen Teams gegen Korea war der Keeper von Beginn an heiß und wurde am Ende zum Spieler des Spiels gewählt.

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"Andi hat ein super Spiel gemacht", lobte Kapitän Uwe Gensheimer, mit sieben Toren bester Werfer des Teams, auf SPORT1-Nachfrage: "Dementsprechend stand auch die Abwehr gut im Block. Andi hat das hinten sehr, sehr gut antizipiert."

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Prokop setzt auf Wolff

Wolff bedankte sich damit direkt für das Vertrauen, das ihm Christian Prokop im Vorfeld entgegengebracht hatte. Denn der Bundestrainer hatte sich frühzeitig auf Wolff als Nummer eins festgelegt.

"Das ist ein sehr großer Vertrauensvorschuss vom Trainer und ein ganz klares Zeichen hinzu: Ich vertraue Dir. Das ist für Torhüter existenziell", hatte der Schlussmann des THW Kiel vor der WM erklärt.

Silvio Heinevetter dagegen muss mit der Rolle des Ersatzes leben – und das in seiner Stadt, in Berlin, wo die Vorrunde des deutschen Teams stattfindet (Alle Infos zur Handball-WM).

"Natürlich will man als Spieler nicht auf der Bank sitzen. Man will spielen, aber das muss man so akzeptieren. Da muss jeder einzelne Spieler sein Ego hintenanstellen", so der 34-Jährige von den Füchsen Berlin zu SPORT1.

Torhüter-Duo als Erfolgsfaktor

Und das macht Heinevetter, der nach seiner Einwechslung immerhin noch vier Bälle abwehren konnte. So wurde bereits im Auftaktspiel deutlich, dass die Torhüter für ein deutsches Wintermärchen zum Trumpf werden können - auch wenn die wirklich großen Härtetests natürlich noch kommen.

Ein "überragender Torhüter" sei in jedem Spiel wichtig, war sich Kreisläufer Hendrik Pekeler im SPORT1-Interview vor WM-Beginn sicher. Auch Finn Lemke und Martin Strobel hatten Wolff und Heinevetter als Erfolgsfaktoren ausgemacht. "Bereits in den Vorbereitungsspielen waren beide Torhüter richtig stark", meinte Gensheimer.

Vor allem die Stärken der beiden Keeper, die sich vor keinem Duo der Welt verstecken müssen, ergänzen sich glänzend.

Kehrmann hebt Stärken hervor

"Silvio ist ein Spieler, der sich mit seiner Emotionalität unglaublich in die Spiele reinarbeiten kann. Er kann Spieler zur Verzweiflung treiben. Andi Wolff ist jemand, der das Wechselspiel zwischen völliger Ruhe und einer unglaublichen Emotionalität zeigen kann", erläuterte Ex-Weltmeister Florian Kehrmann die Vorzüge beider Torhüter im SPORT1-Interview.

Und auch der Bundestrainer setzt in Wolff und Heinevetter große Erwartungen. "Beide genießen einen riesigen Respekt bei ihren Mitspielern, aber auch beim Gegner. Sie haben in Verbindung mit unserem Abwehrspiel eine herausragende Bedeutung für den Erfolg des Teams", so Prokop.

Auch wenn das deutsche Team gegen Korea wohl auch ohne einen guten Torhüter gewonnen hätte, ist es wichtig, dass vor allem Wolff direkt im Turniermodus ist.

Denn seine Hexereien werden in den kommenden Spielen gefragt sein, spätestens im Kracherduell mit Frankreich am Dienstag. Doch zunächst geht es am Samstag gegen Brasilien (18.15 Uhr im LIVETICKER) – den "ersten Gegner mit internationalem Kaliber", wie Wolff weiß.

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