Handball-WM: Nikola Karabatic sagt Teilnahme für Frankreich ab , Nikola Karabatic sammelte mit Frankreich Titel am Fließband
Nikola Karabatic sammelte mit Frankreich Titel am Fließband © Getty Images

Ohne seinen Superstar Nikola Karabatic muss Frankreich seinen Titel bei der WM im Januar verteidigen. Den 34-Jährigen zwingt eine Fußverletzung zur Absage.

von Sportinformationsdienst

Schwerer Schlag für die Handball-Großmacht Frankreich: Der Weltmeister muss seinen Titel bei der WM 2019 in Deutschland und Dänemark (10. bis 27. Januar) ohne seinen Starspieler Nikola Karabatic verteidigen. Der 34-Jährige von Paris Saint-Germain wurde am linken Fuß operiert und teilte auf der Homepage seines Vereins seine Absage mit. "Die Schmerzen sind immer stärker geworden", sagte Karabatic, der voraussichtlich sechs Monate ausfallen wird.

Karabatic leidet seit Dezember 2016 an einem Schiefstand der großen Zehe. "Ich musste auf die Zähne beißen. Die vergangene Saison lief gut bis zum Final Four der Champions League", berichtete Karabatic, "dann kamen die Schmerzen zurück. Sie waren auch trotz des Urlaubs und der Spielpause noch da."

Frankreich ist bei der WM deutscher Gruppengegner. Die beiden Mannschaften treffen am 15. Januar in der Berliner Mercedes-Benz-Arena aufeinander. Weitere Konkurrenten in der Gruppe A sind Südkorea, Brasilien, Russland und Serbien. "Es ist meine erste internationale Meisterschaft, die ich verpasse, das ist hart. Aber ich weiß auch, wenn ich weitergespielt hätte, hätte es das Ende meiner Karriere bedeuten können", sagte der Rückraumspieler.

Karabatic Garant für Frankreichs Erfolg 

Der dreimalige Welthandballer Karabatic war und ist maßgeblich an der großen Ära der französischen Handballer beteiligt. Der gebürtige Serbe holte mit der Equipe Tricolore zweimal Olympiagold (2008 und 2012), wurde zwischen 2006 und 2018 jeweils viermal Welt- und Europameister.

Dabei schaffte Frankreich gleich zweimal das Kunststück, gleichzeitig Europameister, Weltmeister und Olympiasieger zu sein. Dies war zuvor noch keiner anderen Nationalmannschaft gelungen.