Handball-WM 2019 im Free-TV: ARD und ZDF sichern sich Rechte   , Bundestrainer Christian Prokop will mit der deutschen Mannschaft bei der Heim-WM durchstarten
Bundestrainer Christian Prokop will mit der deutschen Mannschaft bei der Heim-WM durchstarten © Getty Images

Die deutschen Handball-Fans dürfen sich bei der WM auf viele Spiele im Free-TV freuen. ARD und ZDF sichern sich die rechte für die Heim-WM.

Aufatmen bei den deutschen Handball-Fans, ein TV-Blackout bei der Heim-WM im Januar ist endgültig vom Tisch. Rund elf Wochen vor dem ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft haben ARD und ZDF die Rechte für das Turnier im kommenden Winter erworben und sich auch die Übertragungen für die kommenden Welt- und Europameisterschaften bis 2025 gesichert.

"Das sind sehr gute Nachrichten, die wir erleichtert aufgenommen haben. Wir haben auf medialem Gebiet nun Planungssicherheit - und dies weit über die WM 2019 hinaus", sagte Mark Schober, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Handballbundes (DHB). "Auch für die von uns ausgerichtete EHF EURO 2024 ist die bereits jetzt beantwortete TV-Frage eine sehr gute Vorlage."

Der frühere Nationalspieler Stefan Kretzschmer kommentierte als einer der ersten mit einem "Daumen hoch" bei Twitter die gute Nachricht.

Vereinbarung bis 2025  

Die Vereinbarung umfasst neben der anstehenden WM (10. bis 27. Januar) auch die Weltmeisterschaften 2021, 2023 und 2025. Außerdem erwarben die Sender die Übertragungsrechte für die Europameisterschaften 2020, 2022 sowie 2024 in Deutschland. DHB-Präsident Andreas Michelmann sprach allen Beteiligten ein großes Lob für das "ebenso großartige wie langfristig wirkende Verhandlungsergebnis" aus.

Bei den beiden vergangenen Weltmeisterschaften 2015 und 2017 waren deutsche Fernsehzuschauer ohne Pay-TV wegen gescheiterter Verhandlungen leer ausgegangen. 2015 sprang kurzfristig der Bezahlsender Sky ein, 2017 wurden die Spiele von einem DHB-Sponsor im Internet übertragen.

Heim-WM drohte TV-Blackout

Auch für die Heim-WM mit den vier deutschen Standorten Berlin, Köln, Hamburg und München hatte es bis zuletzt keinen gültigen Vertrag für den deutschen Markt gegeben, da der Kontrakt mit dem ehemaligen Rechteinhaber MP & Silva aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten der Firma aufgelöst worden war. Seitdem hatte der neue Rechteinhaber Lagardere Sports mit den Sendern verhandelt. 

"Wir freuen uns sehr, dass die Handball-Weltmeisterschaften den Weg zurück ins frei empfangbare Fernsehen gefunden haben und wir auch weiterhin über die Handball-Europameisterschaften live, kompetent und umfassend berichten können", sagte der ARD-Vorsitzende und -Sportrechte-Intendant Ulrich Wilhelm. 

Ein wichtiger Faktor für ZDF-Indendant Thomas Bellut ist, dass beide Sender "durch die Übertragungen der Endturniere von Welt- und Europameisterschaften auch Kontinuität in der Berichterstattung" ermöglichen können.

Der TV-Fahrplan

Das Ergebnis für die WM 2019 lautet wie folgt: Das Eröffnungsspiel des DHB-Teams am 10. Januar gegen Korea in Berlin zeigt das ZDF, das zudem zwei weitere Gruppenspiele (gegen Brasilien am 12. Januar und gegen Frankreich am 15. Januar) überträgt. In der ARD werden zwei Partien der Gruppenphase (gegen Russland am 14. Januar und gegen Serbien am 17. Januar) zu sehen sein. Ein mögliches deutsches Halbfinale würde im Ersten übertragen, ein Finale der Handball-WM mit Deutschland liefe im ZDF.