Handball-Bundestrainer Alfred Gislason will Deutschland zu Olympia führen
Handball-Bundestrainer Alfred Gislason will Deutschland zu Olympia führen © Imago
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Alfred Gislason will im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio noch nicht von Medaillen sprechen. Auch weil ihm die Aufstellung der Abwehr Sorgen bereitet.

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Nach der verpatzten WM geht es für die deutschen Handballer schon bald um den nächsten großen Traum. Im März steht die Qualifikation für die Olympischen Spiele auf dem Programm.

Von vier Teams lösen beim Turnier in Berlin zwei die Tickets für das geplante Mega-Event in Tokio im Sommer 2021. Die Gegner sind dann WM-Finalist Schweden, Ägypten und Slowenien - definitiv kein Selbstläufer.

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Deshalb will Alfred Gislason von dem vom DHB ausgegebenen Ziel Olympia-Gold erst einmal nichts wissen. "Wir müssen da erstmal hinkommen, bevor wir über Medaillen reden", warnte der Isländer am Freitagabend in der Talksendung des deutschen Verbandes DHBspotlight.

Gislason sorgt sich um deutsche Abwehr

Denn der Bundestrainer weiß genau: Die deutsche Mannschaft ist nicht auf allen Positionen optimal besetzt, selbst wenn die Akteure wie Hendrik Pekeler oder Patrick Wiencek, die für die Weltmeisterschaft abgesagt hatten, wieder dabei sind. (Alles Wichtige zur deutschen Handball-Nationalmannschaft)

Insbesondere ein Bereich bereitet Gislason Sorgen. "Wir brauchen Spieler, die beides können - Abwehr und Angriff. Was mir nach der Absage von Pekeler und Wiencek erst bewusst wurde: Wer deckt bei uns auf Position drei und vier? Das macht mir Sorge", erklärte der 61-Jährige und fügte hinzu: "Da haben nicht mal die Ersatzspieler einen deutschen Pass, wenn du durch die Bundesliga-Vereine schaust. Das sehe ich kritisch. Da lande ich bei Firnhaber – und dann in Porto bei Manuel Späth. Golla ist ein junger Spieler, der wird sich verbessern. Aber sonst?"

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Das Turnier in Ägypten hat gezeigt, dass Deutschland auf diesen Positionen Nachholbedarf hat. Eine ideale personelle Lösung hat Gislason noch nicht gefunden. Auch Pekeler, Wiencek und Finn Lemke sind vorrangig im Innenblock zuhause.

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Gislason verteidigt Kapitän Gensheimer

Neben dem Abwehrproblem bezog Gislason auch zum Thema Uwe Gensheimer Stellung. Der Kapitän war während der WM wieder einmal in die Kritik geraten und hatte dann zum Gegenschlag ausgeholt.

Dabei forderte er mehr Bälle auf Linksaußen. Dafür verteidigte ihn Gislason. "Der Satz, dass mehr Bälle über Außen kommen müssen, der stammt ja eigentlich von mir. Das hätten einmal Drux und einmal Kühn schneller rausspielen müssen - das haben die dann nicht gemacht", sprang der ehemalige Bundesliga-Coach seinem Schützling zur Seite.