Juri Knorr hat seine schwere Corona-Erkrankung überwunden
Juri Knorr hat seine schwere Corona-Erkrankung überwunden © Imago
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München - Gut drei Wochen vor Beginn der WM benennt Bundestrainer Alfred Gislason seinen Kader. Im Aufgebot steht auch der zuletzt an Corona erkrankte Juri Knorr.

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Bundestrainer Alfred Gislason hat seinen vorläufigen Kader für die Handball-WM in Ägypten bekannt gegeben.

An der Spitze des 20 Spieler umfassenden Aufgebots für das Turnier, das vom 14. bis 31. Januar stattfindet, stehen Kapitän Uwe Gensheimer (RN Löwen) und Torwart Andreas Wolff (Kielce).

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Auch Knorr im Aufgebot

Ältester Spieler ist Torwart Johannes Bitter (Stuttgart) mit 38 Jahren, jüngster Akteur Mittelmann Juri Knorr (Minden) mit 20 Jahren. Knorr hatte zuletzt an einer Corona-Infektion mit starken Symptomen gelitten, wurde aber rechtzeitig vor der Kader-Bekanntgabe wieder fit.

"Ihn hat es ziemlich hart erwischt. Er hat lange gebraucht, um gesund zu werden", sagte Gislason bei der virtuellen Pressekonferenz. "In letzter Zeit hat Minden ihn sehr vernünftig und langsam wieder herangeführt. Es sieht so aus, als ob er auf einem guten Weg ist."

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Sebastian Firnhaber und Antonio Metzner (beide Erlangen) stehen erstmals im Aufgebot der Nationalmannschaft, wie der Deutsche Handball-Bund mitteilte.

"Wir haben wegen Verletzungen und Absagen relativ viele neue Spieler mit dabei. Ich denke aber, dass der Kader eine gute Qualität hat", erklärte Gislason. Aufgrund der Personalnot in der Abwehr sei das Ziel Halbfinale "in dieser Konstellation mit vielen unerfahrenen Spielern" jedoch unrealistisch.

Kromer: Spieler sollen in Quarantäne

DHB-Sportdirektor Axel Kromer verwies auch im Hinblick auf die beiden kommenden EM-Qualifikationsspiele gegen Österreich (6. und 10. Januar), die als letzte WM-Tests dienen, auf das wegen Corona verschärfte Hygienekonzept: "Wir erwarten von den Spielern, dass sie sich vor der Abreise zum Testspiel in Österreich am 3. Januar in eine fünftägige Quarantäne begeben werden."

Nach dem zweiten Test in Köln werde die Auswahl zusammen mit der österreichischen Mannschaft am 12. Januar nach Ägypten reisen.

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Das DHB-Team wird den Trip nach Nordafrika mit 20 Spielern antreten. Zu jeder Partie kann Gislason eine neue, maximal 16-köpfige Formation festlegen

In den vergangenen Tagen hatte Gislason mehrere Absagen erhalten.

Insgesamt sieben Leistungsträger verzichteten auf die die Endrunde, deren Austragung wegen der Coronakrise heftig umstritten ist. Zu dem an der Schulter verletzten Fabian Wiede, 2016 Europameister und Olympiadritter von Rio, kamen zuletzt auch Hendrik Pekeler, Steffen Weinhold und Finn Lemke.

Neben Wiede auch Wiencek, Semper und Suton nicht dabei

Zuvor hatten schon Patrick Wiencek (wegen Corona) sowie Franz Semper und Tim Suton (beide Kreuzbandriss) Gislalon für den Saison-Höhepunkt abgesagt.

Die deutsche Mannschaft trifft in der Vorrunde auf Uruguay (15.1.), Kap Verde (17.1.) und Ungarn (19.1.).

Das Aufgebot

Tor: Andreas Wolff (KS Vive Kielce/POL), Johannes Bitter (TVB Stuttgart), Silvio Heinevetter (MT Melsungen)
Linksaußen: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen)
Rückraum links: Julius Kühn (MT Melsungen), Paul Drux (Füchse Berlin), Fabian Böhm (TSV Hannover-Burgdorf), Christian Dissinger (RK Vardar Skopje/MKD)
Rückraum Mitte: Philipp Weber (SC DHfK Leipzig), Juri Knorr (TSV GWD Minden), Marian Michalczik (Füchse Berlin)
Rückraum rechts: Kai Häfner (MT Melsungen), David Schmidt (Bergischer HC), Antonio Metzner (HC Erlangen)
Rechtsaußen: Tobias Reichmann (MT Melsungen), Timo Kastening (MT Melsungen)
Kreis: Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Sebastian Firnhaber (HC Erlangen)