Bob Hanning ist Geschäftsführer der Füchse Berlin
Bob Hanning ist Geschäftsführer der Füchse Berlin © Imago
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Für Bob Hanning kommt eine Absage der Handball-Weltmeisterschaft nicht infrage. Ein Liga-Kollege hatte ein solches Gedankenspiel angeregt.

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Für Bob Hanning, den Vizepräsidenten des Deutschen Handballbundes (DHB), ist eine Absage der Weltmeisterschaft im Januar in Ägypten "keine Option. Über Dinge, die man nicht diskutieren kann, braucht man auch nicht zu diskutieren. Das ist alles populistisch. Diese WM wird stattfinden", sagte der 52-Jährige dem SID.

Am Montag hatte Martin Schwalb, Trainer des zweimaligen deutschen Meisters Rhein-Neckar Löwen, die Austragung der WM infrage gestellt. Vor allem die Belastung für Nationalspieler sei zu hoch. "Grundsätzlich sollten alle darüber nachdenken, was momentan das Beste für den Handball ist. Deshalb muss man auch über die Austragung der WM zumindest diskutieren", sagte der 57-Jährige dem Mannheimer Morgen.

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Hanning: WM wird stattfinden

Hanning, Geschäftsführer des Bundesligisten Füchse Berlin, sieht das völlig anders. "Wenn es zu einem zweiten Lockdown oder sowas in der Art kommt, dann wird man sicherlich nochmal darüber nachdenken", sagte er: "Aber unter den jetzt gegebenen Umständen wird die WM sicherlich stattfinden. Alle würden gut daran tun, sich mit den Dingen so zu beschäftigen, dass sie die beste Lösung für ihre Spieler rauskriegen."

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Bei den Füchsen steht in der Saison ab Oktober vor allem die Belastungssteuerung der Nationalspieler im Vordergrund. Es sei möglich, dass in gewissen Spielen gewisse Akteure nicht zum Einsatz kommen, sagte Hanning. Da müsse "jeder Verein das Risiko dementsprechend abwägen".

Spieler wollen nicht auf Europa verzichten

Er habe seinen Spielern auch angeboten, im kommenden Jahr nicht international spielen zu müssen: "Das hat aber keiner angenommen. Wenn man die Spieler fragen würde, ob sie einen zweiten Lockdown wollen oder mehr Spiele, dann ist die Antwort doch klar."

Wegen der Corona-Pandemie startet die Bundesliga erst im Oktober und somit einen Monat später als geplant. Außerdem stehen wegen einer Aufstockung der Liga von 18 auf 20 Mannschaften 38 statt der sonst üblichen 34 Spieltage an.