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München - Auch die Eulen Ludwigshafen treibt das vorzeitige HBL-Saisonende um, wie Maximilian Haider und Kai Dippe bei SPORT1 erklären - doch er verhindert auch Gravierendes.

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Das vorzeitige Ende der Handball-Bundesliga (HBL) ist beschlossen.

Bereits vor der mit Spannung erwarteten Videokonferenz der Verantwortlichen am Dienstagvormittag kreisten natürlich auch bei den Eulen Ludwigshafen die Gedanken um die sportliche Zukunft.

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"Ein komischer Beigeschmack ist immer dabei, wenn man nicht weiß, auf welches Datum man hintrainiert", sagte Maximilian Haider bei SPORT1. Der Kreisläufer war wie wohl auch der Rest seiner Mannschaft wenig angetan von der unklaren Verhältnissen: "Wir wissen nicht so richtig, wie wir damit umgehen sollen, wenn es so weit ist. Am liebsten würden wir es sportlich fair zu Ende spielen." (SERVICE: Tabelle)

Quotientenregel hilft Eulen

Der Abbruch des Spielbetriebs stellt den vorzeitigen Klassenerhalt der Pfälzer sicher.

Schließlich wird die Saison nicht annulliert, sondern nach einer Quotientenregel (gewonnene Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele mal 100) zu Ende gebracht. Was dann auch bedeutet, dass es keine Absteiger, sondern nur Aufsteiger geben wird, der Tabellen-Vorletzte Ludwigshafen deshalb drin bleibt.

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"Das Ziel vor der Saison war, die Klasse zu halten. Wenn wir das am Ende schaffen, auch wenn wir die Saison nicht zu Ende spielen, haben wir wenigsten unser Ziel erreicht", sagte Haiders Teamkollege Kai Dippe - und fügt ironisch an: "Man sieht, dass uns selbst ein Coronavirus nicht aus der Liga kriegt."

Dippe: Zukunft wird schwierig

Dennoch sieht auch Dippe die Gegenwart "furchtbar komisch, von hundert auf null aus so einer Saison herausgerissen zu werden. Vor allem weil wir jetzt unsere beste Saison spielen, gegen Flensburg und Göppingen gewonnen haben."

Den Klubs stünden künftig schwere Zeiten ins Haus angesichts der Coronakrise.

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"Dann werden wahrscheinlich die Gehälter der Spieler geringer oder werden ganz ausfallen", befürchtet Dippe. "Die Unternehmer ziehen dann vielleicht auch als erstes ihre Marketing-Budgets zurück. Das wäre dann für den Sport als Plattform sehr, sehr schwierig."

Und dennoch: Ihren Optimismus wollen sich die Eulen dennoch nicht nehmen lassen. "Dann muss man in nächster Zeit wieder etwas kleinere Brötchen backen", so Dippe. Dass sich am Sport generell etwas ändert, glaubt er nicht. Es werde zwar dauern, "bis sich wirtschaftlichen Beziehungen wieder aufgebaut haben. Dann aber wird man wieder starke Partnerschaften haben."