Lesedauer: 2 Minuten

Der TBV Lemgo siegt knapp gegen Gummersbach und hält die Klasse. Der Bergische HC muss trotz eines klaren Sieges gegen Hannover absteigen.

Anzeige

Grenzenloser Jubel beim TBV Lemgo, tiefe Trauer beim Bergischen HC: Der zweimalige deutsche Meister aus Ostwestfalen-Lippe sicherte sich am letzten Spieltag der Handball-Bundesliga den Klassenerhalt durch einen 32:31 (15:13)-Zittersieg gegen den VfL Gummersbach.

Der BHC muss damit trotz einer starken Vorstellung beim 32:24 (17:12) gegen den TSV Hannover-Burgdorf den bitteren Gang in die 2. Liga antreten. Aufgestiegen sind neben dem bereits feststehenden Zweitliga-Meister TuS N-Lübbecke der TV Hüttenberg und die TSG Ludwigshafen-Friesenheim.

Anzeige

"Das war Spitz auf Knopf, das war nervenaufreibend und Spannung pur", sagte Lemgos Nationalspieler Christoph Theuerkauf bei SPORT1. Sein Trainer Florian Kehrmann fügte hinzu: "Dass es am Ende gereicht hat, macht mich stolz. Das haben die Jungs echt gut hinbekommen. Ich freue mich so, dass ich gleich ein Bier trinken werde."

"Fühlt sich richtig scheiße an"

Vorwerfen konnte sich der Bergische HC zumindest am letzten Spieltag wahrlich nichts: In beeindruckender Manier erledigte der BHC gegen die Niedersachsen vor lautstarker Heimkulisse ihre Hausaufgaben.

"Das fühlt sich richtig scheiße an, wir sind selber schuld", sagte BHC-Torwart Björgvin Gustavsson am SPORT1-Mikrofon: "Wir hatten es in dieser Saison selber in der Hand. Wir müssen nach vorne schauen."

Stuttgart rettet sich im Derby

Aufatmen konnte neben Gummersbach, das sich trotz der Niederlage dank einer um 19 Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem BHC rettete, auch der TVB Stuttgart. Das Team von Trainer und Ex-Weltmeister Markus Baur machte mit dem Punktgewinn beim 26:26 (16:14) den Klassenerhalt perfekt.

Durch den 25:22 (10:13)-Sieg beim bereits vorzeitig feststehenden Absteiger HBW Balingen-Weilstetten sicherte sich der THW Kiel derweil den dritten Platz, der über eine Wildcard wahrscheinlich zur Teilnahme an der Champions League berechtigt.

Gebührender Abschied für Vranjes

Einen gebührenden Abschied bereitete die SG Flensburg-Handewitt ihrem Urgestein Ljubomir Vranjes nach sieben Jahren als Trainer und drei Saisons als Spieler mit dem 34:31 (15:13) über die HSG Wetzlar. Der 43-Jährige, der den Vizemeister 2014 zum Champions-League-Sieg führte, wechselt zur kommenden Spielzeit zum ungarischen Rekordmeister Telekom Veszprem.

Deutlich nüchterner fiel der Abschied von Bundestrainer Christian Prokop, der sich künftig voll auf die Nationalmannschaft konzentrieren wird, beim SC DHfK Leipzig aus. Die Sachsen unterlagen den Füchsen Berlin mit 28:32 (12:16).

Neben Balingen-Weilstetten stand auch der HSC Coburg bereits vor dem Saisonfinale als Absteiger fest. Aus der 2. Liga ist bislang der TuS N-Lübbecke nach einer Saison im Unterhaus als Aufsteiger fix.