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Die deutschen Handball-Frauen setzen sich im zweiten Test binnen 24 Stunden knapp gegen die Niederlande durch. Die Torfrau rettet in den Schlusssekunden den Sieg.

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Die deutschen Handballerinnen haben das zweite Testspiel gegen die Niederlande binnen 24 Stunden dank einer phasenweise starken Vorstellung gewonnen. Einen Tag nach der 26:29-Niederlage in Groningen gelang dem Team von Bundestrainer Henk Groener in Oldenburg beim 29:28 (19:12) über den WM- und EM-Dritten die Revanche. Beste deutsche Werferin war Alicia Stolle mit fünf Treffern.

"Das war deutlich besser als im ersten Spiel, gerade in der ersten Halbzeit. Da haben wir toll gekämpft, aber es war auch klar, dass wir gegen einen Gegner wie die Niederlande nicht zwei solche Halbzeiten schaffen könnten", sagte Groener. Die Bilanz falle "sehr positiv aus".

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Anders als beim Duell am Vortag begann die deutsche Mannschaft sehr entschlossen und nutzte die Unkonzentriertheiten des Gegners konsequent aus. Besonders Xenia Smits war immer wieder als Torschützin erfolgreich, Dinah Eckerle entschärfte in der Anfangsphase eine Reihe von Würfen. Mitte der ersten Halbzeit hatten sich die Groener-Schützlinge ein Polster erspielt (11:5).

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Bölk erzielt Siegtor gegen Niederlande

Die am Freitag so starke Niederländerin Tess Wester, ehemalige Torfrau des VfL Oldenburg, war an alter Wirkungsstätte oftmals machtlos. Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) überzeugte vor eigenem Publikum und baute den Vorsprung bis zur Pause aus.

Im zweiten Teil des Länderspiel-Doppelpacks, der zur Vorbereitung auf die WM-Play-offs gegen Kroatien diente, verlor das stark verjüngte deutsche Team nach dem Seitenwechsel aber die Linie. Die DHB-Frauen konnten Starspielerin Estavana Polman, die am Ende auf zehn Treffer kam, kaum noch stoppen, leisteten sich zu viele Fehler und ließen die Niederländerinnen bis auf ein Tor herankommen (26:25/53. Minute).

Zwei Minuten vor Schluss glichen die Gäste sogar aus (28:28/59.), Emily Bölk vom Thüringer HC sorgte wenig später für die erneute Führung. Nach einem unnötigen Ballverlust rettete Lea Rühter mit einer Parade Sekunden vor dem Ende den Sieg.

In den beiden Spielen gegen Kroatien geht es für das DHB-Team am 2. und 5. Juni um die Qualifikation für die WM im japanischen Kumamoto (30. November bis 15. Dezember) und die damit verbundene Chance auf die Teilnahme am olympischen Turnier 2020 in Tokio.