Niclas Ekberg war mit sechs Toren zusammen mit Lukas Nilsson Kiels bester Werfer
Niclas Ekberg war mit sechs Toren zusammen mit Lukas Nilsson Kiels bester Werfer © Getty Images

Der THW Kiel startet erfolgreich, hat bei den Eulen Ludwigshafen allerdings mehr Mühe als erwartet. Der SC Magdeburg bleibt Flensburg auf den Fersen.

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Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hat sein Auftaktspiel in der Handball-Bundesliga gewonnen.

Die Mannschaft des zum Saisonende scheidenden Trainers Alfred Gislason setzte sich bei den Eulen Ludwigshafen mit 26:19 (13:11) durch, wurde ihrer klaren Favoritenrolle allerdings lange nicht gerecht.

Magdeburg punktgleich mit Flensburg

Der SC Magdeburg blieb Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt unterdessen mit einem 28:20 (13:9) im Ostderby gegen DHfK Leipzig auf den Fersen.

Das Team von Trainer Bennet Wiegert liegt nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem punktgleichen Meister aus Flensburg (4:0) auf dem zweiten Platz.

Gislason: "Waren anfangs nervös"

"Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, das war okay", sagte Gislason bei Sky - sah beim THW aber auch noch Nachholbedarf: "In der ersten Halbzeit war ich mit unserer Angriffsleistung alles andere als zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir deutlich besser in der Abwehr gespielt und auch vorne im Angriffspressing. Ich denke, dass die Mannschaft anfangs auch ein bisschen nervös war."

Die Eulen, die zum Auftakt eine Niederlage beim Aufsteiger Bergischer HC kassiert hatten, kamen gut in die Partie. Das Team von Trainer Ben Matschke setzte sein Vorhaben, den prominenten Gast zu ärgern, auch um und führte vor 2249 Zuschauern zwischenzeitlich 5:3.

Die Kieler um den in Halbzeit eins überragenden Niclas Ekberg kamen zurück, ohne sich jedoch klar absetzen zu können.

Im zweiten Durchgang machte der THW dann mehr Druck, baute seinen Vorsprung stetig aus und kam zu einem standesgemäßen Erfolg. Beste Werfer der Kieler waren Ekberg und Lukas Nilsson mit jeweils sechs Toren. Beim Gastgeber traf Alexander Feld als sicherster Schütze viermal.

"Bis zur 45. Minute haben wir es ganz gut gemacht, aber wir hatten schon Riesenprobleme in der zweiten Halbzeit", gestand Eulen-Coach Matschke ein.

Hannover, Erlangen und Melsungen feiern Siege

Den zweiten Sieg im zweiten Spiel fuhr der TSV Hannover Burgdorf ein. Der Pokalfinalist gewann vor heimischem Publikum mit 29:26 (12:12) gegen den Bergischen HC.

Die zweite Niederlage kassierte hingegen der VfL Gummersbach. Nach der Heimpleite zum Auftakt gegen Hannover unterlag der VfL auswärts bei HC Erlangen mit 22:30 (10:15).

Den ersten Saisonsieg feierte die MT Melsungen mit einem 33:24 (17:16) bei der SG BBM Bietigheim.