Die Rhein-Neckar Löwen haben gegen die SG Flensburg-Handewitt zum dritten Mal in Serie den Supercup gewonnen
Die Rhein-Neckar Löwen haben gegen die SG Flensburg-Handewitt zum dritten Mal in Serie den Supercup gewonnen © Getty Images

Düsseldorf - Mit dem erneuten Sieg im Supercup stellen die Rhein-Neckar Löwen klar, dass der HBL-Titel über sie geht. Meister Flensburg hat nach dem Umbruch noch Probleme.

von Sportinformationsdienst

Matchwinner Andy Schmid reckte im Konfettiregen mit einem breiten Grinsen den ersten Pokal der Saison in die Höhe, doch an weitere Titel dachte der überragende Spielmacher der Rhein-Neckar Löwen noch nicht.

"Es war nur ein erster Gradmesser", sagte Schmid nach dem am Ende überzeugenden 33:26 (18:16)-Erfolg des Pokalsiegers im Supercup gegen Meister SG Flensburg-Handewitt.

Doch auch wenn der 34 Jahre alte Schweizer Nationalspieler, der vor einer vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2021 oder 2022 steht, nach der gelungenen Saison-Ouvertüre in Düsseldorf tief stapelte, ist klar: Die Löwen werden bei der Titelvergabe ein gewaltiges Wort mitreden.

Starkes Signal an THW Kiel

Nach den Meisterschaften 2016 und 2017 soll es am liebsten wieder nach ganz oben gehen.  

"Natürlich sind wir ein Titelkandidat", stellte Nationalspieler Patrick Groetzki fest. Auch der zurückhaltende Schmid, der mit zehn Toren und zahlreichen guten Anspielen glänzte, gab zu: "Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir richtig gut Handball gespielt." (SERVICE: Spielplan Handball-Bundesliga)

Dies dürfte auch beim THW Kiel zur Kenntnis genommen worden sein - denn mit ihrem überzeugenden Erfolg haben die Löwen eine starke Botschaft nach Kiel geschickt.

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In der 53. Saison, die am Donnerstagabend startet (19 Uhr im LIVETICKER), deutet alles auf einen Zweikampf zwischen den Löwen und dem Rekordmeister hin.

Löwen sehen noch Baustellen

Trainer Nikolaj Jacobsen mahnte trotz des Supercup-Hattricks allerdings vor zu großer Euphorie.

"Auch wenn jetzt jeder sagt, wir sind mit dem THW Kiel die großen Favoriten – wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte der am Saisonende scheidende Coach.

Besonders in der Defensive gibt es für den Sportlichen Leiter Oliver Roggisch noch "Luft nach oben".

Flensburg mit Problemen

Dies gilt noch mehr für Flensburg. Der Titelverteidiger muss sechs Abgänge verkraften und befindet sich im Umbruch. "Es ist für uns ein weiter Weg. Einige Mannschaften sind besser besetzt und eingespielter", sagte Ex-Weltmeister Holger Glandorf. Es habe aber auch positive Dinge gegeben, so Glandorf: "Wir waren nicht sieben Tore schlechter."

Als Favorit geht die SG nicht in die Saison. Beim Supercup wurden noch einige Abstimmungsprobleme deutlich. Routinier Glandorf demonstriert aber Gelassenheit. "Es stört mich aber überhaupt nicht, wenn andere Mannschaften favorisiert sind", sagte der 35-Jährige.

SG-Trainer Maik Machulla geht mit der neuen Rolle ebenfalls locker um. Ihn ärgerte allerdings "die Höhe der Niederlage ein bisschen". Da er aber auch "viele positive Sachen" gesehen habe, geht es mit "ambitionierten Zielen" in die Saison.

Diese beginnt für die Flensburger am Samstag in Minden. Die Löwen starten erst am Sonntag gegen Ex-Meister TBV Lemgo in die neue Spielzeit. Kiel steigt sogar noch eine Woche später ein.

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