Der THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen sollen am 24. März eigentlich das Topspiel der HBL austragen
Der THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen sollen am 24. März eigentlich das Topspiel der HBL austragen © Getty Images

Der Zoff um die Termine zwischen HBL und EHF geht weiter. Nun sind die Spiele der Löwen und des THW Kiel in beiden Wettbewerben am selben Tag angesetzt.

Nächste Runde im Terminstreit zwischen der Europäischen Handball-Föderation (EHF) und der Handball-Bundesliga (HBL): Der europäische Dachverband hat die Achtelfinal-Hinspiele des THW Kiel und der Rhein-Neckar Löwen in der Champions League auf den 24. März terminiert.

Für den selben Tag hatte zuvor die HBL das Bundesliga-Topspiel zwischen Rekordmeister Kiel und dem Titelverteidiger aus Mannheim angesetzt, das von der ARD live übertragen wird.

"Das ist gegen die Interessen des gesamten Handballs", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann und sprach von "unglaublicher Unprofessionalität" seitens der EHF: "Mit einem Live-Spiel in der ARD erreichen wir mehr Zuschauer als bei sämtlichen Champions-League-Spielen der Löwen und Kiel in dieser Saison zusammen. Wir werden unser Bundesliga-Spiel an dem geplanten Termin austragen."

Laut EHF-Mitteilung vom Mittwoch seien die jetzt auftretenden Probleme bei den Spielansetzungen allerdings "vorhersehbar" gewesen. "Sie wurden von der HBL allerdings nicht berücksichtigt", heißt es in dem Schreiben. 

Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten habe die EHF die betreffenden Vereine informiert, dass entweder den Regularien Folge zu leisten ist, oder das Heimrecht im Achtelfinale getauscht werden kann. Dann käme auch ein anderer Termin als der 24. März in Frage.

EHF rechtfertigt Ansetzung

Dies würde allerdings bedeuten, dass die beiden deutschen Mannschaften im Rückspiel auswärts antreten würden. Die EHF räumte der HBL nun eine verlängerte Entscheidungsfrist bis Donnerstagvormittag ein. Ursprünglich sollten sich der Ligaverband und die deutschen Klubs bis Mittwochvormittag entscheiden.

Zuvor hatten es sowohl Kiels ungarischer Gegner Pick Szeged als auch Löwen-Kontrahent Vive Kielce (Polen) abgelehnt, ihre Heimspiele am 21. oder 22. März auszutragen.

"Unter Berücksichtigung der Hallenverfügbarkeit, der TV-Situation in Polen und Ungarn sowie der Priorität, die dem jeweils heimischen TV-Markt eingeräumt wird, war es nicht anders möglich, als die Spiele auf Samstag, 24. März (Anwurf 16 Uhr in Kielce, 18 Uhr in Szeged) zu terminieren", schreibt die EHF.

Am Dienstag hatten die Löwen bei SPORT1 Kritik am Verhalten der HBL geäußert.