Uwe Gensheimer ist einer von vielen Stars im Trikot von Paris Saint-Germain
Uwe Gensheimer ist einer von vielen Stars im Trikot von Paris Saint-Germain © Getty Images

Uwe Gensheimer möchte im nächsten Anlauf beim Final Four seinen großen Traum erfüllen und erstmals den Titel gewinnen. Mit Paris Saint-Germain brennt er auf Revanche.

Im lockeren Trainingsoutfit und Badelatschen klatschten sich Uwe Gensheimer und Dominik Klein im Garten des Kölner Mannschaftshotels ab.

Nur einen Tag vor dem großen Showdown lachen und scherzen die beiden deutschen Handballer um die Wette. "Es ist ein absolut geiles Erlebnis, hier als Spieler dabei zu sein", sagt Gensheimer, der vor seinem erneuten Angriff auf Europas Krone ohne Kampfansagen auskommt. 

Mit Paris St. Germain ist der Nationalmannschafts-Kapitän der klare Favorit auf den Titel – und Kleins HBC Nantes soll für das Starensemble aus der französischen Hauptstadt im Halbfinale am Samstag (LIVESCORES ab 15.15 Uhr) lediglich Durchgangsstation auf dem Weg zum ersten Erfolg in der Champions League sein.

Gensheimer will den Titel

Dennoch ist der Respekt des 31-Jährigen vor dem nationalen Rivalen riesig: "Kleinigkeiten entscheiden die Spiele, das hat man im vergangenen Jahr gesehen."

Da war sein Traum vom ersten Titel in der Königsklasse in einem dramatischen Endspiel gegen Vardar Skopje jäh geplatzt. Dabei war Gensheimer nach 13 Jahren bei den Rhein-Neckar Löwen im Sommer 2016 in die Seine-Metropole gekommen, um endlich die Champions League zu gewinnen.

Nun steht der Ausnahme-Handballer kurz vor dem Triple, überdies winkt zum dritten Mal nach 2011 und 2017 die Trophäe für den besten Torschützen der Königsklasse. "Unser großes Ziel ist es natürlich, den Titel zu holen", sagte Gensheimer, der auch weiß: "Es gibt für uns keine Garantie für unseren Erfolg."

Ein weiteres Mal zu scheitern, wäre für ihn und den millionenschweren Verein ein herber Schlag. Druck verspürt der Linksaußen, der vom europäischen Verband EHF ins All-Star-Team der Saison gewählt wurde, aber nicht. 

Klein mit Nantes in der Außenseiterrolle

Außenseiter Nantes backt da deutlich kleinere Brötchen, die Mannschaft von der Loire ist zum ersten Mal beim Final Four in Köln dabei, was Klein als "historisch" bezeichnete - und jetzt vor Selbstvertrauen strotzen lässt.

"Bei uns ist die Mannschaft der Star, jetzt treffen wir auf eine Mannschaft voller Stars", sagt Klein schmunzelnd. Er hofft vor seinem Karriereende auf seinen vierten Titel in der Königsklasse nach seinen drei Triumphen mit dem THW Kiel.

Skopje trifft auf Montpellier

Kleins Ex-Klub scheiterte im Viertelfinale nur aufgrund der Auswärtstorregel an Titelverteidiger Skopje. Die Mazedonier treffen im zweiten Halbfinale (LIVESCORES ab 18 Uhr) auf Montpellier HB, das im Viertelfinale die SG Flensburg-Handewitt mühelos ausgeschaltet hatte. Damit sind erstmals drei Klubs aus dem Land des Weltmeisters in Köln dabei.

Bereits zum zweiten Mal in Folge ist die Bundesliga beim Finalturnier der Königsklasse zum Zuschauen verdammt. Dennoch erhält definitiv ein Deutscher im Finale am Sonntag (LIVESCORES ab 18 Uhr) die Chance, die begehrte Trophäe in die Höhe zu stemmen.