HANDBALL-FINALFOUR-VESZPREM-PSG
HANDBALL-FINALFOUR-VESZPREM-PSG © Getty Images
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Der ehemalige Welthandballer übt scharfe Kritik am Terminplan des Final Four und wünscht sich eine Reform. EHF-Präsident Michael Wiederer macht Narcisse Hoffnung.

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Der frühere Kieler Welthandballer Daniel Narcisse hat den Spielmodus des Final-Four-Turniers der Champions League scharf kritisiert und eine Reform angeregt.

Der Rückraumspieler von Paris St. Germain hält es für "eine bessere Idee", die Endrunde in Köln künftig "von Freitag bis Sonntag zu spielen". Dies sagte Narcisee am Rande der Finalspiele am Pfingstwochenende.

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Durch die Entzerrung des Programms könne man "schönere Spiele haben". Durch den aktuellen Modus mit zwei Partien an zwei Tagen seien die Spieler "sehr müde, das ist manchmal kein schöner Handball", sagte der 37 Jahre alte Weltmeister. Dies sei "das Problem". 

Seit der Einführung des Final-Turniers in der Kölner Lanxess Arena in der Saison 2009/2010 wird die Endrunde um Europas Handball-Krone an einem Wochenende ausgetragen. So hatte der neue Titelträger HC Vardar Skopje nur 22 Stunden Pause zwischen Halbfinale und Endspiel, in dem er Paris mit 24:23 niederrang.

EHF-Präsident Michael Wiederer kann die Kritik von Narcisse nachvollziehen und sprach von einer "berechtigten Frage. Der rein sportliche Gedanke ist völlig richtig. Mit der Frage werden wir uns beschäftigen müssen, aus einer Kombination aus wirtschaftlichem, organisatorischem und sportlichem Umfeld das richtige System zu finden", sagte der Verbandschef.

Die Europäische Handballföderation denkt über eine umfassende Reform des Spielsystems ab 2020 nach.