Silvio Heinevetter spielt mit den Füchsen Berlin bei der Klub-WM
Silvio Heinevetter spielt mit den Füchsen Berlin bei der Klub-WM © Getty Images
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Die Füchse Berlin reisen mit dem Rückenwind von sechs Bundesligasiegen zur Klub-WM. Beim Super Globe geht es ab Dienstag ums Prestige - und eine Menge Geld.

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Die kleinen Turbulenzen über den Wolken waren schnell vergessen. Voll fokussiert und mit einem klaren Ziel haben die Füchse Berlin ihre WM-Mission in Angriff genommen.

"Es hat ein bisschen geruckelt", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning dem SID nach der Landung von Silvio Heinevetter und Co. am Montag in Doha, "aber die Mannschaft ist gut angekommen, und wir freuen uns jetzt auf ein absolutes Highlight der Saison."

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Bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft für Klub-Mannschaften, dem so genannten Super Globe in Katar, wollen die dank einer Wildcard teilnehmenden Berliner die deutschen Farben bestmöglich vertreten - und einen dicken Batzen Geld einstreichen.

"Ich mache der Mannschaft keinen Druck, aber wirtschaftlich ist das Turnier ein sehr schönes Tool, Gelder mitnehmen zu können", sagte Hanning und stellte trotz des strammen Programms mit drei Spielen an vier Tagen klar: "Unser Ziel ist es, in das Finale vorzustoßen."

Füchse schielen auf 400.000 Euro

Erster Gegner auf dem Weg zum WM-Jackpot von 400.000 Euro ist am Dienstag (16 Uhr) im Viertelfinale der brasilianische Außenseiter ES Taubate. Auf die größten Konkurrenten, Titelverteidiger FC Barcelona und Champions-League-Sieger Montpellier HB, können die Füchse erst im Endspiel am Freitag treffen. Selbst die Final-Teilnahme ist mit einem Preisgeld von 250.000 Euro noch fürstlich dotiert.

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"Wir haben bei der Klub-WM bislang immer herausragende Leistungen abrufen können. Das wird auch diesmal unsere Aufgabe sein", sagte Hanning. Die bisherige Bilanz des Hauptstadt-Klubs in Doha kann sich sehen lassen: 2015 und 2016 holten sie den Titel, im Vorjahr unterlagen sie erst im Finale.

Nicht mit auf dem Wüstentrip ist Johan Koch. Der Kreisläufer erlitt im Heimspiel am Sonntag gegen Lemgo (29:23) eine Schädelprellung, stattdessen steht Mijajlo Marsenic nach auskuriertem Fingerbruch vor seinem Comeback. "Ich bin guter Dinge trotz unserer personellen Situation", sagte Hanning.

Duell gegen ehemaligen Melsungen-Coach Michael Roth 

Im Halbfinale könnte es für die Füchse übrigens zu einem Wiedersehen mit Ex-Bundesligacoach Michael Roth kommen. Der frühere Nationalspieler und Coach der MT Melsungen betreut den Ozeanien-Vertreter Sydney University, der in seinem Viertelfinale am Dienstag auf Gastgeber Al-Sadd trifft. 

"Die Mannschaft hat natürlich sportlich nicht allerhöchstes Niveau, aber es ist sehr interessant", sagte Roth kürzlich dem Internetportal handball-world.com. Sein projektbezogenes Engagement mit dem Team, das sich größtenteils aus Amateuren zusammensetzt, vergleicht er "gerne mit dem Dschungelcamp, wo sich zehn Leute treffen und die abenteuerlichsten Dinge passieren".

Spielerisch und charakterlich wolle er "mit dem Spielermaterial, das wir zu Verfügung haben, etwas bewegen".