Handball: Rhein-Neckar Löwen gewinnen Supercup gegen SG Flensburg-Handewitt
Die Rhein-Neckar Löwen gewinnen den Supercup © Getty Images

Die Rhein-Neckar Löwen holen sich im Duell mit Meister SG Flensburg-Handewitt den Supercup und machen den Hattrick perfekt. Bester Werfer ist ein Schweizer.

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Revanche gelungen, Hattrick geglückt: Die Rhein-Neckar Löwen haben zum dritten Mal in Folge den Handball-Supercup gewonnen.

Der Pokalsieger besiegte in Düsseldorf den deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt mit 33:26 (18:16) und schaffte als erstes Team überhaupt den dritten Triumph in Serie bei der Saison-Ouvertüre.

Jacobsen sieht noch Luft nach oben

Der Supercup ist wichtig für uns, ich freue mich über jeden einzelnen dieser Titel sehr", sagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen bei Sky: "Wir hatten hier über 60 Minuten ein starkes Angriffsspiel, die Deckung hat sich in der zweiten Halbzeit gesteigert. Aber auch, wenn viele es nicht glauben: Wir brauchen noch Zeit, wir haben noch viel Arbeit vor uns und müssen unsere neuen Spieler integrieren."

Bester Werfer der Löwen, die in einem dramatischen Saisonfinale den Meistertitel an die Norddeutschen verloren hatten, war Andy Schmid mit zehn Toren. "Was Andy spielt, ist überragend", zollte Flensburg-Coach Maik Machulla dem Schweizer Respekt.

Die SG verpasste vor 8078 Zuschauern trotz sechs Treffern von Anders Zachariassen den dritten Supercup-Gewinn nach 2000 und 2013. Die 53. Bundesligasaison beginnt am Donnerstag.

"Wir kommen mit Wut im Bauch nach der verpassten Meisterschaft", hatte Löwen-Spielmacher Schmid vor der Begegnung im ISS Dome erklärt. Der zweimalige deutsche Meister begann auch äußerst engagiert und führte dank seines druckvollen Spiels aus dem Rückraum schnell mit 8:6 (10.).

Doch die Flensburger, die nach dem Titelgewinn sechs Abgänge verkraften mussten und dadurch wichtige Säulen wie Thomas Mogensen, Torwart-Ikone Mattias Andersson oder Kentin Mahe verloren, kämpften sich schnell in die Begegnung. Angeführt von Routinier Holger Glandorf ging die SG nach einer Viertelstunde sogar in Führung (9:8).

Beide Teams vernachlässigten in der ersten Halbzeit ein wenig die Abwehrarbeit, die Führung wechselte nun munter hin und her. Erst kurz vor der Pause gelang es den Löwen wieder, mit zwei Toren in Front zu gehen.

Schmid treibt Löwen voran

Die Mannheimer erwischten auch nach dem Wechsel den besseren Start. Angetrieben vom immer stärker werdenden Schweizer Nationalspieler Schmid zogen sie auf 21:16 (33.) davon. Das Flensburger Spiel wurde in dieser Phase fehlerhafter, angesichts der vielen Neuzugänge waren noch nicht alle Abläufe aufeinander abgestimmt.

Doch kämpferisch hielt der Meister dagegen und verkürzte noch einmal auf 24:26 (47.). Der Pokalsieger hatte in der Schlussphase aber mehr zuzusetzen und wirkte eingespielter. Mit dem Treffer von Gudjon Valur Sigurdsson per Tempogegenstoß zum 30:25 (52.) war die Entscheidung über den ersten Titel der Saison gefallen.

Die Löwen starten am Sonntag gegen Ex-Meister TBV Lemgo in die neue Spielzeit, Flensburg ist schon am Samstag in Minden gefordert.

Das Spiel im Stenogramm:

SG Flensburg-Handewitt - Rhein-Neckar Löwen 26:33 (16:18)
Tore für Flensburg: Zachariassen (6), Gottfridsson (5), Glandorf (3), Rod (3), Lauge (3), Wanne (2), Svan (2), Jondal (1/1), Jensen (1) - Tore für die Löwen: Schmid (10/1), Sigurdsson (9), Petersson (5), Groetzki (3), Fäth (2), Kohlbacher (2), Mensah Larsen (1), Tollbring (1/1)
Zuschauer in Düsseldorf: 8078