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Der Einspruch des HC Leipzig gegen den Zwangsabstieg wird vor Gericht abgewiesen. Nun muss der sechsmalige deutsche Meister zurück in die dritte Liga.

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Einspruch abgelehnt, Zwangsabstieg besiegelt: Der sechsmalige Meister HC Leipzig muss den bitteren Gang in die 3. Liga antreten.

Die Beschwerde des Klubs gegen die nicht erteilte Lizenz wurde vom Vorstand der Handball Bundesliga Frauen (HBF) zurückgewiesen, dies teilte die HBF am Freitag mit. Als letzte Instanz kann der HCL nun innerhalb von sieben Tagen noch das Schiedsgericht anrufen und gegen die Entscheidung des HBF-Vorstandes vorgehen.

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Dies wird seitens der HC Leipzig Bundesliga GmbH "fristgerecht durch die vertretenden Anwälte erfolgen", teilte der Klub mit. "Weitere Informationen zu dieser Thematik" könnten "im Hinblick auf den weiterhin laufenden Prozess" von Vereinsseite nicht erfolgen.

Finanzielle Probleme sorgen für Niedergang

Der Traditionsklub hatte die Lizenz am 19. Mai lediglich unter einer aufschiebenden Bedingung erhalten, diese bis zum 31. Mai aber nicht erfüllt. Der Einspruch gegen den Lizenzentzug wurde nun abgewiesen.

Hintergrund für den Fall des zweimaligen Europacup-Siegers sind finanzielle Probleme, die den Klub seit Monaten belasten. Insgesamt sind Schulden in Höhe von 1,3 Millionen Euro aufgelaufen. Das Sanierungskonzept sah vor, dass der Verein rund eine Million Euro selbst aufbringen sollte. 200.000 Euro hätte die Stadt Leipzig im Erfolgsfall zuschießen wollen