Der Ryder Cup lebt von seiner besonderen Stimmung
Der Ryder Cup lebt von seiner besonderen Stimmung © Getty Images
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Nicht nur die Fans und Vereine der Mannschaftssportarten fürchten Geisterspiele. Nun prüft auch die PGA die Austragung des Ryder Cups im Herbst ohne Zuschauer.

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Auch dem Ryder Cup der Golfer droht angesichts der Coronakrise in diesem Jahr eine Geisterkulisse. Wie der US-Verband PGA of America am Montagabend bestätigte, wird derzeit geprüft, ob der bedeutendste Teamwettbewerb der Welt ohne Zuschauer ausgetragen werden kann.

Das im Zweijahres-Rhythmus stattfindende Prestigeduell zwischen den besten Golfern der USA und Europa soll vom 25. bis 27. September im US-Bundesstaat Wisconsin ausgetragen werden. Der Ryder Cup ist gerade für Fans das Highlight im Golfkalender, die Atmosphäre ist vergleichbar mit der in einem Fußballstadion.

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PGA-Chef: Ryder Cup ohne Fans schwer vorstellbar

"Es ist schwer, sich einen Ryder Cup ohne Fans vorzustellen", sagte PGA-Chef Seth Waugh deshalb dem New Yorker Radiosender WFAN: "Wir haben begonnen darüber zu sprechen, ob wir zumindest ein virtuelles Fan-Erlebnis schaffen können. Wir werden versuchen, so kreativ wie möglich zu sein."

Noch sei allerdings offen, ob Fans tatsächlich ausgeschlossen werden müssen, so Waugh weiter: "Die Fans sind zu einem gewissen Grad der Ryder Cup." Europas Teamkapitän Padraig Harrington plädiert deswegen auch für eine Absage des Traditionsevents, sollte eine Austragung mit Zuschauern nicht möglich sein.

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"Niemand möchte, dass der Ryder Cup gespielt wird, ohne dass die Fans da sind", sagte der 48-Jährige bereits Anfang April: "Es besteht kein Zweifel, dass sie das Turnier viel besser machen. Nicht-Golfer und Golfer auf der ganzen Welt schauen sich den Ryder Cup an, weil die Zuschauer Spannung erzeugen."