Felix Brych pfeift seit 2004 in der 1. Bundesliga
Felix Brych pfeift seit 2004 in der 1. Bundesliga © Getty Images

Bei der WM in Russland wird nur ein Schiedsrichtergespann aus Deutschland zum Einsatz kommen. Zwei andere Bundesligaschiedsrichter gehen leer aus.

Felix Brych aus München ist vom Fußball-Weltverband FIFA als einziger deutscher Schiedsrichter für die WM-Endrunde (14. Juni bis 15. Juli) in Russland nominiert worden.

Zusammen mit seinen Linienrichtern Mark Borsch und Stefan Lupp steht der 42-Jährige auf der am Donnerstag veröffentlichten endgültigen Liste mit 36 Hauptschiedsrichtern und 63 Assistenten.

"Wir haben uns schon vor vier Jahren sehr über die WM-Nominierung gefreut. Aber beim zweiten Mal ist es vielleicht sogar noch etwas mehr, weil es eine Bestätigung dafür ist, dass wir als Team unser Leistungsniveau über vier Jahre gehalten haben", sagte Brych.

Bis zur endgültigen Entscheidung darüber, in welcher Funktion er zum Einsatz kommen wird, muss sich Brych allerdings noch gedulden. Erst nach einem weiteren zweiwöchigen Seminar Ende April in Italien will die FIFA bekannt geben, wer als Spielleiter auf dem Platz und wer als Video-Schiedsrichter eingesetzt wird. Brych und sein Gespann waren bereits 2014 bei der WM in Brasilien die einzigen deutsche Unparteiischen.

Insgesamt berief die FIFA Schiedsrichter 44 verschiedener Nationalitäten für das WM-Turnier. Felix Zwayer und Bastian Dankert, die sich ursprünglich ebenfalls Hoffnungen auf einen Einsatz als Video-Assistenten machen durften, gehören derweil nicht dazu. Die beiden Referees hatten zuletzt ein entsprechendes Schulungsprogramm des Weltverbandes FIFA absolviert.

Erstmals seit 1938 ist dabei kein britischer Schiedsrichter von der FIFA nominiert worden. Mark Clattenburg, einziger Brite auf der Vorschlagsliste und Unparteiischer im EM-Finale 2016, ist inzwischen Schiedsrichter-Boss in Saudi Arabien.

Nachdem das International Football Association Board (IFAB) den Videobeweis ins offizielle Regelwerk aufnahm, hatte das FIFA-Council Mitte März endgültig grünes Licht für einen WM-Einsatz der Technik gegeben. Aufgrund der dadurch notwendigen zusätzlichen Offiziellen nominierte der Weltverband in diesem Jahr 36 anstatt wie zuletzt nur 25 Referees.

Weiterlesen