Timo Werner verpasste das 2:0
Timo Werner verpasste das 2:0 © Imago
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Basel - Die deutsche Nationalmannschaft wartet in der Nations League weiter auf den ersten Sieg. Mehrere Spieler nutzten die Chance nicht. Die SPORT1-Einzelkritik.

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Die deutsche Nationalmannschaft verpasst in der Nations League mit einer durchschnittlichen Leistung erneut den ersten Sieg im Wettbewerb. Im Nachbarschaftsduell mit der Schweiz reicht es erneut nur zu einem Unentschieden. 

Nach der Führung von Ilkay Gündogan fällt das Gegentor zum 1:1-Endstand kurz nach dem Seitenwechsel. 

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Neben dem Torschützen nutzten vor allem die beiden von Bundestrainer Joachim Löw im Vergleich zum Duell gegen Spanien (1:1) in die Startelf gerückten Spieler ihre Chance. Es gab aber auch einen kleinen Verlierer vom BVB. 

Die Einzelkritik von SPORT1

BERND LENO: Bekam von Löw die Chance sich zu zeigen und leistete sich keinen Fehler. Der Londoner hielt stark im direkten Duell mit dem Wolfsburger Steffen (26.) und entschärfte einen Distanz-Flatterball von Xhaka (44.). Machtlos beim 1:1 (58.) SPORT1-Note 2,5 

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ROBIN GOSENS: In seinem zweiten Länderspiel war er unauffälliger als zuvor gegen Spanien. Man merkte ihm an, dass ihm zu seinen Mitspielern noch die Bindung fehlt. Nach vorne traute er sich aber immer wieder was zu. So entstand auch ein toller Pass auf Werner (38.). Beim 1:1 ließ er Torschütze Widmer zu einfach gewähren (58.). SPORT1-Note 4 

ANTONIO RÜDIGER: Hatte anfangs Probleme mit Embolo, dem besten Schweizer. Danach stellte er den Gladbacher, wo es nur ging. Spielte ordentlich, war aber immer wieder zu vielen Rückpässen auf Leno gezwungen. Vorne setzte er sich mit einem Kopfball und einem Torschuss in Szene. Musste in den Schussminuten nochmal hellwach sein, weil die Schweiz drückte. Rüdiger hielt stand. SPORT1-Note 3 

NIKLAS SÜLE (bis 62.): Stark in der Luft, feine Technik am Boden. Der Abwehrboss rettete stark vor dem einschussbereiten Embolo (24.). Dann aber ließ er Seferovic laufen, der den Außenposten traf (42.). Vor dem 1:1 war er zu passiv gegen Vorlagen-Geber Embolo (58.). Trotzdem: Er ist bereit für den Konkurrenzkampf in München. SPORT1-Note 3,5 

MATTHIAS GINTER: Durfte sich anstelle von Can zeigen und nutzte seine Möglichkeit. Mit einem tollen Rückpass bereitete er das 1:0 von Gündogan vor (14.). Hinten zeigte er kaum Schwächen. SPORT1-Note 2,5 

THILO KEHRER: Keine gute Partie des Parisers. Auf der rechten Seite hatte er nach vorne kaum Szenen, hinten ließ er viel zu. Löw rief noch „Flanke verhindern”, aber sie kam und wurde für die DFB-Elf gefährlich (24.). Hatte auch kaum Szenen in Hälfte zwei. Muss Kimmich im DFB-Team doch wieder auf die rechte Seite? SPORT1-Note 4,5 

TONI KROOS: Im zentralen Mittelfeld riss der DFB-Kapitän vor allem in Hälfte eins das Spiel an sich, war immer anspielbereit und auch in den Zweikämpfen bissig. In der zweiten Hälfte baute er ab, auch mangels Kraft. Dennoch: Bis zur EM wird er unantastbar bleiben, wenngleich man bei ihm oft das Gefühl hat, das noch mehr möglich ist. SPORT1-Note 2,5 

ILKAY GÜNDOGAN: Eine starke Leistung an der Seite von Kroos. In der Zentrale harmonieren die beiden ohnehin sehr gut miteinander. Mit viel Ruhe und feiner Technik traf er mit rechts und einem flachen Schuss zum 1:0 (14.). War in Bedrängnis nie aus der Ruhe zu bringen, hatte starke Ballgewinne und einen guten Zug im Spiel nach vorne. SPORT1-Note: 1,5  

TIMO WERNER: Mehr Tiefen als Höhen beim Chelsea-Neuzugang. Löw forderte einmal den "Abschluss", aber Werner haderte (17.). Mit einem Schuss nach einem Gosens-Pass traf er fast zum 2:0 (38.), er bediente auch Draxler stark. Legte gegen Ende der ersten Halbzeit keine gute Körpersprache an den Tag, weil er mit dem Einsteigen der Schweizer haderte, statt sich dagegen zu stemmen. In Halbzeit zwei war gar nichts mehr von ihm zu sehen. Seine negative Körpersprache blieb. SPORT1-Note 4,5 

JULIAN DRAXLER: Löw gab seinem Confed-Cup-Kapitän erneut die Chance in der Startelf. Draxler leitete das 1:0 mit einem Pass auf Ginter ein und initiierte viele Angriffe, hatte auch gute Ballgewinne. Nach einem feinen Werner-Pass konnte er aus nächster Nähe Sommer nicht überwinden. Die große Frage ist, ob er in Paris bleiben wird. SPORT1-Note 3  

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LEROY SANÉ (bis 45.): Bester Deutscher in der Offensive! Sané war immer anspielbereit und wirkte quirlig, suchte auch den Torabschluss. Ihm ist aber anzumerken, dass er aus einer langen Verletzung kommt. Nicht alle Aktionen spielte er konsequent zu Ende. Eine gute Kontermöglichkeit verstolperte er (45.). Insgesamt ein belebendes Element. SPORT1-Note 2,5 

JULIAN BRANDT (ab 46.): Der Dortmunder kam für Sané und ging für ihn auf die rechte Seite. Sein Fehlpass in die Füße von BVB-Mitspieler Akanji leitete den Angriff zum 1:1 ein. Hatte eine Torchance, nachdem er gut in die Schnittstelle lief (66.). Ansonsten war von ihm nichts zu sehen. SPORT1-Note 5 

JONATHAN TAH (ab 62.): Kam für Süle und ging ins Abwehrzentrum. Der Leverkusener spielte ohne Fehl und Tadel. SPORT1-Note 3 

EMRE CAN (ab 78.): Für eine Benotung kam der Defensiv-Allrounder zu spät. Auf dem Platz ersetzte er Gosens auf der linken Seite.