Der Wuppertaler SV hat durch eine Spendenaktion mehr als 260.000 Euro gesammelt
Der Wuppertaler SV hat durch eine Spendenaktion mehr als 260.000 Euro gesammelt © Getty Images
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Regionalligist Wuppertaler SV droht das finanzielle Aus. Der ehemalige Bundesligist kündigt rigorose Sparmaßnahmen an. Die Spieler können den Klub verlassen.

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Der frühere Bundesligist Wuppertaler SV steckt offenbar in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Wie der Viertligist mitteilte, werde man "umfassende Sparmaßnahmen umsetzen, um die laufende Saison und die weitere Zukunft des Vereins zu sichern."

Vorstand und Verwaltungsrat des WSV, der zwischen 1972 und 1975 im Oberhaus vertreten war, sprachen weiter von einem "finanziell und zeitlich zu ambitioniertem Konzept", mittels dessen der Verein spätestens 2020 in die 3. Liga zurückkehren wollte. Unter anderem der Zuschauerzuspruch in der laufenden Spielzeit sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, in den bisherigen zehn Heimspielen kamen im Schnitt rund 2600 Zuschauer ins Stadion am Zoo.

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Alle Spieler können Klub verlassen 

Über die konkreten Einsparmaßnahmen werde man im Verlauf des Montags die Mitarbeiter und "insbesondere die Spieler" informieren, hieß es weiter. Wie Reviersport am Montag berichtete, sollen sich die aktuellen WSV-Spieler noch in der Wintertransferperiode einen neuen Verein suchen. Die Saison solle mit günstigen Nachwuchsleuten zu Ende gespielt werden. Nach 21 Spieltagen belegt der WSV den sechsten Tabellenplatz.

Auch Wattenscheid und Herkenrath in Finanznot

Im Verlauf der Saison hatten in dem früheren Erstligisten SG Wattenscheid 09 (1990 bis 1994) und dem Aufsteiger TV Herkenrath zwei Mitstreiter der Wuppertaler in der Regionalliga West ihre Zahlungsunfähigkeit bekannt gegeben. Wattenscheid hatte in der Folge eine Crowdfunding-Aktion gestartet, die in der kommenden Woche ausläuft.