Wattenscheids Matthias Tietz verletzte sich im Spiel bei Wiedenbrück schwer
Wattenscheids Matthias Tietz verletzte sich im Spiel bei Wiedenbrück schwer © Imago

Bei einem Regionalliga-Spiel in Wiedenbrück spielen sich dramatische Szenen ab. Als das Spiel fortgesetzt werden soll, einigen sich die Spieler auf eine besondere Geste.

Die beiden Viertligisten SC Wiedenbrück und Wattenscheid 09 haben am Samstag ein außergewöhnliches Beispiel für Fairplay gegeben.

Nachdem in der Partie der Regionalliga West (Endstand 1:1) zwei schwer verletzte Spieler in ein Krankenhaus gefahren wurden, hatte Schiedsrichter Benjamin Schäfer die Partie regelgerecht in der 83. Minute noch einmal angepfiffen. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Weil die Spieler beider Teams aber sichtlich beeindruckt waren, verzichteten sie auf Angriffe und einigten sie sich darauf, den Ball bis zum Abpfiff hin und her zu schieben. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Unglücklicher Zusammenprall

Zuvor waren die beiden Gäste-Spieler Matthias Tietz und Steve Tunga bei einem Kopfball so unglücklich zusammen, dass beide anschließend bewusstlos liegen blieben.

Während  Tunga von den Betreuern nach kurzer Zeit wieder zu Bewusstsein gebracht werden konnte, sah es bei Tietz schlechter aus. Er hatte eine Platzwunde erlitten und seine Zunge verschluckt. Der Arzt hat aber nach Auskunft von Wattenscheids Trainer Farat Toku bei reviersport.de sehr schnell reagiert "und ihm die Zunge rausgezogen".

Beiden Spielern geht es mittlerweile wieder besser. Wiedenbrücks Geschäftsführer Bernhard Hartmann gab am Sonntag Entwarnung. "Unser Vorstandsmitglied Alexander Brentrup hat die beiden gerade im Sankt-Vinzenz-Hospital besucht. Den Jungs geht es gut, sie können nach Hause fahren", wurde Hartmann im Westfalen-Blatt zitiert.

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