Nejmeddin Daghfous wurde vom OFC gekündigt
Nejmeddin Daghfous wurde vom OFC gekündigt © Imago
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München - Nach der fristlosen Kündigung durch Kickers Offenbach äußert sich Nejmeddin Daghfous zum Prügel-Vorwurf. Er weist bei SPORT1 die Anschuldigungen zurück.

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Nach der fristlosen Kündigung durch seinen Verein Kickers Offenbach hat sich der ehemalige Zweitliga-Spieler Nejmeddin Daghfous (unter anderem Mainz 05 und SV Sandhausen) am Mittwochabend erstmals öffentlich geäußert.

"Die Darstellungen, wie sie in der Offenbacher Post zu lesen sind, muss ich ganz entschieden zurückweisen. Sie entsprechen in keiner Weise dem, was passiert ist", sagte der 33-Jährige SPORT1.

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"Ich bin noch sehr mitgenommen von dem Geschehen, da ich erst heute aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Ich möchte mich jedoch aus Rücksicht auf den Klub, meine Mannschaft und meinen Mitspieler Luigi (Campagna, d.R.) zu dem internen Geschehen nicht weiter äußern."

Nach einem Zweikampf zwischen Daghfous und Luigi Campagna soll es laut der Zeitung zu einem Eklat gekommen sein.

Sobotzik: "Gravierender Vorfall"

Demnach sollen sich beide Spieler nach einem Zweikampf körperlich angegangen sein. Daraufhin schickte Kickers-Trainer Angelo Barletta beide Streithähne in die Kabine.

Auf dem Weg dorthin eskalierte dann die Situation: Daghfous, mit sechs Treffern bester Torschütze beim OFC, soll Campagna in den Schwitzkasten genommen und ihm die Nase gebrochen haben.

OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik sprach von einem "gravierenden Vorfall", der noch ein "juristisches Nachspiel" haben könnte.

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Ein Insider aus dem Umfeld von Daghfous behauptet bei SPORT1, dass Campagna nach dem Zweikampf seinerseits Daghfous zwei Kopfstöße verpasst habe, dies hätten die meisten Spieler auch gesehen. Auf dem Weg in die Kabine habe Campagna dann als erstes mit einem Schlag ins Gesicht reagiert und Daghfous reflexartig zurückgeschlagen.

Daghfous erhält die Kündigung

Daghfous war aufgrund starker Prellungen und einer Gehirnerschütterung von Dienstagmittag bis Mittwochmittag im Krankenhaus. Campagna wird am kommenden Montag aufgrund einer gebrochenen Nase operiert.

Weiter berichtet der Insider, dass Sobotzik in der Kabine gesagt haben soll, wer sich mit Daghfous solidarisiere, der könne zu ihm ins Büro kommen und seinen Vertrag auflösen.

Auf SPORT1-Nachfrage wollte sich Sobotzik dazu nicht mehr äußern, dafür stellte der Anwalt des Vereins, Horst Kletke, klar: "Zu einem laufenden Verfahren dieser Art äußere ich mich momentan nicht öffentlich."
Campagna wurde mit einer Abmahnung und Geldstrafe belegt, Daghfous erhielt die fristlose Kündigung.