Manipulations-Skandal in Regionalliga: Staatsanwaltschaft ermittelt
Der Verband ermittelt gegen Andreas Petersen © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

Der Manipulations-Skandal in der Regionalliga Nordost weitet sich immer mehr aus. Nun nimmt die Justiz die Ermittlungen auf. Wollte ein Sport-Vermarkter auch bestechen?

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Der Manipulationsverdacht in der Fußball-Regionalliga weitet sich aus und beschäftigt nun auch die Justiz.

Wie die Staatsanwaltschaft Neuruppin der Volksstimme Magdeburg bestätigte, ist ein Verfahren wegen des Verdachts auf Spielmanipulation eingeleitet worden. Bisher waren lediglich Ermittlungen durch den für die Liga zuständigen Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) bekannt.

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Der NOFV hatte Ermittlungen gegen den sportlichen Leiter von Germania Halberstadt, Andreas Petersen, eingeleitet. Der 58-jährige Petersen ist Vater des deutschen Nationalspielers Nils Petersen. 

Manipulations-Skandal: Hat Petersen Spieler kontaktiert?

Petersen soll vor dem Ligaspiel beim SV Babelsberg 03 am 30. November (3:1) zwei Spieler des Gegners mit der Absicht kontaktiert haben, "ihr Engagement zurückzunehmen", wie NOFV-Präsident Rainer Milkoreit es bezeichnet hatte.

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Babelsberg meldete den Vorfall dem NOFV, der Ermittlungen aufnahm. Andreas Petersen hatte die Manipulations-Vorwürfe harsch zurückgewiesen.

Chinesischer Sportvermarkter auch involviert?

Die Ausmaße des Skandals könnten allerdings wesentlich größer sein. Ein chinesischer Sportvermarkter soll laut übereinstimmenden Medienberichten am 30. November 2018 den Versuch unternommen haben, auch den Regionalliga-Spitzenreiter Chemnitzer FC für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.

Zur "Refinanzierung" des Einstieges soll das Unternehmen laut Bild-Zeitung "sichere Siege" vorgeschlagen haben, was die Vereinsvertreter als Umschreibung für Spielmanipulationen auffassten. Der CFC beendete die Verhandlungen und unterrichtete den NOFV und die Staatsanwaltschaft. 

Sportvermarkter ist Partner von Halberstadt

Das Pikante daran: Jener Sportvermarkter ist offizieller Kooperationspartner von Germania Halberstadt. Das Unternehmen, das seine Zentrale in Qingdao/China und eine deutsche Dependance in Wernigerode hat, war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Im Fall Germania Halberstadt hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin inzwischen eine Übernahme des Verfahrens durch die zuständige Staatsanwaltschaft in Magdeburg beantragt, dies bestätigte ein Sprecher der Volksstimme.