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Laut Unternehmer Gerhard Mey ist Hasak Ismaik bereit, Anteile von 1860 München zu verkaufen. Der Investor reagiert jedoch mit gegenteiligen Äußerungen.

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Investor Hasan Ismaik hat sich offenbar bereit erklärt, seine Anteile am TSV 1860 München zu verkaufen. Das behauptet zumindest Unternehmer Gerhard Mey, der selbst Interesse an einem Einstieg in den Regionalliga-Verein hat, in der Süddeutschen Zeitung.

"Wir sind auseinander gegangen mit zwei Fakten. Erstens: Er möchte verkaufen. Ohne Wenn und Aber. Zweitens, das Problem: seine Vorstellungen bezüglich des Kaufpreises. Die sind astronomisch", sagte Mey. Angeblich soll Ismaik "mehr als" 65 Millionen Euro gefordert haben.

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Die Diskussion sei jedoch "sehr gut und sehr konstruktiv" verlaufen, fügte der Interessent an den Anteilen des Jordaniers hinzu.

Ismaik widerspricht Mey

Ismaik reagierte am frühen Freitagmorgen jedoch mit widersprüchlichen Aussagen. "Ich bin sehr enttäuscht, dass der Münchner Unternehmer Gerhard Mey behauptet, dass ich angeblich bereit sei, meine Anteile zu verkaufen", schrieb der 41-Jährige auf Facebook.

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"Richtig ist, dass ich mich mit Herrn Mey vor einigen Wochen auf meiner Kur in Alicante getroffen habe. Falsch ist, dass ich auch nur ansatzweise daran denke, mich beim TSV 1860 zurückzuziehen", ergänzte der Geschäftsmann. 1860 sei für ihn "eine Ehrensache".

Ismaik: Mey erzählt "Märchen"

Darüber hinaus machte Ismaik Mey Vorwürfe. "Dass Herr Mey mit 1860 gerne den Himmel besteigen will und die Wiederholung der Meisterschaft von 1966 plant, ist seine Sache. Wir hatten über unser Treffen eigentlich absolutes Stillschweigen vereinbart", führte Ismaik weiter aus. Er bezeichnete die Behauptungen Meys als "Märchen". Im Nachhinein", ergänzte Ismaik, "war es ein Fehler, mich mit Herrn Mey zu treffen. Ich wollte nur höflich sein". 

Zugleich stellte Ismaik vage eine wegweisende Entscheidung für die Löwen in Aussicht. "Dass es mir um 1860 sehr ernst ist, beweist allein die Tatsache, dass ich seit Monaten mit einer herausragenden Münchner Persönlichkeit in sehr guten Gesprächen bin. Ich hoffe, dass wir hier demnächst Vollzug melden und mit dieser Person einen Neuanfang zum Wohle des TSV 1860 starten können."

Ismaik erwarb bei seinem Einstieg 2011 als Investor zwar 60 Prozent der 1860-Anteile, aber nur 49 Prozent der stimmberechtigten Anteile. Streitpunkt war seitdem stets der nach seiner Ansicht zu geringe Einfluss auf die Geschäfte des TSV. Im Sommer stimmten die 1860-Mitglieder für ein Ende der Zusammenarbeit mit Ismaik.