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Der ehemalige Präsident des TSV 1860 kritisiert die Vizepräsidenten Heinz Schmidt und Hans Sitzberger heftig - und solidarisiert sich mit Hasan Ismaik.

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Der zurückgetretene Vereins-Präsident Peter Cassalette hat seine enge Zusammenarbeit mit Investor Hasan Ismaik beim Zweitliga-Absteiger TSV 1860 München verteidigt und die Vizepräsidenten Heinz Schmidt und Hans Sitzberger heftig kritisiert. 

"Der einzige Grund, warum ich von Anfang an den Schulterschluss mit Ismaik gesucht habe, war: Alle meine Vorgänger sind mit dem Gegenteil gescheitert. Sie haben sich gegen Ismaik gestellt, das hat nicht funktioniert", erklärte der 64-Jährige in einem Interview der tz und des Münchner Merkur

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Die Löwen waren nach der Relegation in die 3. Liga abgestiegen, konnte aus finanziellen Gründen die Auflagen für eine Lizenz aber nicht erfüllen. Der Verein muss nun in der Regionalliga Bayern antreten.

"Schmidt und Sitzberger sind Wendehälse"

Cassalette - der unmittelbar nach dem Abstieg zurückgetreten war - betonte, dass sein Umgang mit Ismaik von Erfolg geprägt gewesen sei. Anders als bei seinen Vorgängern habe der Jordanier sehr viel Geld investiert.

"Mit dem Abstieg ist mein Weg mit Hasan gescheitert. Das ist unbestreitbar", erklärte Cassalette jedoch. 

Nicht gut zu sprechen war Cassalette auf seine Nachfolger Schmidt und Sitzberger, die auf Konfrontationskurs mit dem Investor gehen. "Sie waren neben mir die Einzigen, die sich immer für Hasan ausgesprochen haben. Jetzt sind sie die großen Wendehälse."

Rücktritt war nicht freiwillig

Sein Abgang sei zudem nicht freiwillig gewesen. Er habe sein Amt auf Drängen des Verwaltungsrates niedergelegt. "Als der Abstieg feststand, wäre das für mich kein Grund gewesen, zurückzutreten. Aber dann hat der Verwaltungsrat gesagt, das Projekt mit Ismaik und mir sei gescheitert, man müsse Ismaik loswerden."

Eine Kursänderung, die Cassalette missfiel. "Meine Antwort war: 'Wenn das euer Neuanfang ist, dass ihr jetzt gegen den Investor arbeitet, dann werde ich sofort zurücktreten.' Es hat mir keiner widersprochen", erklärte der 64-Jährige seine Entscheidung.