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München - Der neue 1860-Präsident stellt sich offen gegen den Investor. Vieles deutet auf eine Insolvenz aus freien Stücken hin. Ist das das Ende des Investors?

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Nach dem Absturz in die vierte Liga bekommt Löwen-Investor Hasan Isamik immer mehr Gegenwehr in den eigenen Reihen zu spüren. 

Robert Reisinger, neuer Präsident von 1860 München, stellt sich jetzt offen gegen Ismaik und seine Drohung, gegen die in Deutschland bestehende 50+1-Regel zu klagen. Der Süddeutschen Zeitung sagte er: "Mit mir als Präsident wird es keine Klage auf einem Geschäftspapier der KGaA des TSV 1860 gegen 50+1 geben."

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Ismaik hatte im Zuge eines klubinternen Machtkampfes einen solchen Schritt angekündigt. Bei den Löwen mehren sich aber die Stimmen, die den Investor lieber heute als morgen loswerden würden. 

Am Dienstag hatte der Verein bereits den Insolvenzexperten Markus Fauser zum neuen Geschäftsführer der KGaA berufen - gegen den Willen Ismaiks. Dessen Vertrauter, der frühere Geschäftsführer Anthony Power hatte die Löwen daraufhin in der tz vor dem finanziellen Exodus gewarnt: "Wir wollen definitiv nicht, dass ein Verein mit einer so reichen Geschichte wie der TSV 1860 verschwindet."

Bei den Löwen will man sich aber offenbar zusehends von einem Einfluss Ismaiks und seinem Umfeld befreien. Die SZ spekuliert, die Berufung Fausers zum neuen Geschäftsführer sei "ein Indiz dafür, dass ein Insolvenzantrag der KGaA durchaus eine Option sein könnte". 

Ein solcher Schritt würde Ismaik erheblich in seiner Macht beschneiden. In der vierten Liga würde er als Geldgeber nicht mehr um jeden Preis benötigt.