Faeroe Islands Women's v Germany Women's - 2019 FIFA Women's World Championship Qualifier
Deutschland hat sich offiziell für die WM qualifiziert © Getty Images

Die DFB-Frauen zerlegen die Färöer in ihre Einzelteile und qualifizieren sich für die WM in Frankreich. Horst Hrubesch knackt den Rekord von Silvia Neid.

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Horst Hrubesch feierte mit seinen Fußballerinnen überglücklich das WM-Ticket, doch verabschieden kann sich der Interims-Bundestrainer noch nicht von seinen "Mädels".

Denn während sich die Olympiasiegerinnen durch ein standesgemäßes 8:0 (3:0) auf den Färöern als Gruppensieger direkt für die Endrunde 2019 in Frankreich qualifizierten, muss seine designierte Nachfolgerin Martina Voss-Tecklenburg mit der Schweiz noch in den Playoffs nachsitzen.

Hrubesch: "Kein Beinbruch"

"Wir hätten es gerne anders gehabt", sagte Hrubesch in der ARD, doch wirklich erschüttern konnte den 67-Jährigen die Nachricht vom verpassten Gruppensieg der Eidgenössinnen durch ein 0:0 in Polen nicht. "Für uns im Staff ändert sich nichts, wir bleiben weiter an Bord. Das ist auch kein Beinbruch", sagte er mit Blick auf die anstehenden Testspiele zur WM-Vorbereitung im Oktober und November.

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Zu groß war die Erleichterung über den erfolgreichen Abschluss seiner Mission WM-Qualifikation nach dem wichtigen 2:0 (1:0) am Samstag auf Island. Und mit dem fünften Sieg in Serie stellte der im März eingesprungene Hrubesch sogar den Startrekord von Silvia Neid aus dem Jahr 2005 ein.

"Insgesamt können wir zufrieden sein", lautete das etwas nüchterne Fazit des einstigen Kopfball-Ungeheuers.

Ungewohnter Kunstrasen

Vor 651 Zuschauern in Torshavn schossen Lea Schüller (3.), Lina Magull (25./68.), Leonie Maier (27.), Carolin Simon (58./73.) und Alexandra Popp (71./90.+2) den siebten deutschen Erfolg im achten Qualifikationsspiel heraus. Der zweimalige Weltmeister ließ auf dem ungewohnten Kunstrasen im Nationalstadion Torsvöllur allerdings noch zahlreiche Chancen ungenutzt.

Hrubesch hatte bereits vor der Premiere der DFB-Frauen auf den Schafsinseln Bilanz gezogen: "Wir wollten die Mannschaft wieder da hinbringen, wo sie hingehört. Es wird noch ein bisschen dauern, bis sie bei 100 Prozent sind, aber der Weg ist der richtige."

Dass sie noch ordentlich Luft nach oben hat, zeigte die DFB-Auswahl auch gegen die Färingerinnen.

Hrubesch erbost

Zwar landete der Ball im Anschluss an eine Ecke nach nur 123 Sekunden im Tor der Gastgeberinnen, doch danach mangelte es beim Spiel auf ein Tor oftmals noch an Präzision - im Kombinationsspiel, aber auch bei der Chancenverwertung.

Als nach einer halben Stunde tatsächlich erstmals Gegenspielerinnen in den deutschen Strafraum eindrangen, wurde es Hrubesch zu bunt.

"Spielt endlich wieder Fußball!", schimpfte der Europameister von 1980 an der Seitenlinie.

Schüller als Aktivposten

Auffällig: Fast alles lief im ersten Durchgang über die linke Seite. Die 20-jährige Schüller, die im zehnten Länderspiel ihr sechstes Tor erzielte, zeichnete sich wie die agile Magull als Aktivposten aus.

Nach der Pause bescherte Hrubesch Nicole Rolser von Bayern München ihr Debüt im Nationalteam. Die Deutschen erspielten sich weiter Chance um Chance, doch erst nach einem direkten Freistoß der Linksverteidigerin Simon ging der Torreigen weiter.