Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ließ Norwegen keine Chance
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ließ Norwegen keine Chance © Getty Images
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Obwohl Bundestrainerin Voss-Tecklenburg kräftig rotiert, zieht die deutsche Nationalmannschaft der Frauen überzeugend ins Finale des Algarve Cup ein.

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Experiment geglückt, Endspiel erreicht: Die deutschen Fußballerinnen spielen beim Algarve Cup trotz Rundum-Rotation um den Turniersieg.

Im Halbfinale gegen Norwegen gelang der bärenstarken zweiten Garde von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ein souveräner 4:0 (2:0)-Erfolg.

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 "Wir haben viele gute Dinge gesehen. Es ist toll, dass wir so viele Optionen haben", sagte Voss-Tecklenburg: "Unser Motto hier war und ist: Festigen, testen, gewinnen."

Lea Schüller (20.), Johanna Elsig (26.) und Marina Hegering (71.) trafen in Lagos für eine stark verjüngte DFB-Auswahl. Zudem unterlief Norwegens Wolfsburg-Legionärin Ingrid Engen ein Eigentor (60.). Im Finale am Mittwoch gegen Neuseeland oder Italien strebt das deutsche Team den vierten Sieg beim Einladungsturnier in Portugal an.

Voss-Tecklenburg baut Team um

Wie angekündigt setzte Voss-Tecklenburg drei Tage nach dem 1:0-Auftaktsieg über Schweden gegen den Titelverteidiger auf eine ganz neue Formation. Zur Belastungssteuerung, aber auch, um Richtung EM 2021 den Konkurrenzkampf zu schüren.

So war bei einem Schnitt von 18 Länderspielen pro Spielerin Rechtsverteidigerin Leonie Maier (72) erfahrenste Kraft im Startelf-Experiment. Größte Überraschung: Mittelfeldspielerin Lena Lattwein (TSG Hoffenheim) begann ihren sechsten DFB-Einsatz in der Abwehrzentrale und wusste zu überzeugen.

Nach nervösen Anfangsminuten fand der neue Mix erstaunlich schnell zueinander, zeigte schöne Kombinationen und kam durch Schüller (10.) zur ersten guten Chance. Nur zehn Minuten später vollstreckte die Essenerin, die zur kommenden Saison zu Bayern München wechselt, nach weitem Zuspiel von Lattwein und schnellem Antritt eiskalt zur Führung.

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DFB-Frauen sehr spielfreudig

Das spielfreudige und zweikampfstarke DFB-Team schnürte die schwachen Norwegerinnen nunmehr in der eigenen Hälfte ein und erhöhte schnell per Standard: Einen Eckball von Felicitas Rauch köpfte die 1,78 Meter große Innenverteidigerin Elsig ein.

Nach der Pause wurde Laura Benkarth, die anstelle von Merle Frohms das deutsche Tor hütete, von der Ex-Wolfsburgerin Caroline Hansen erstmals geprüft (50.). Angetrieben von Linda Dallmann als ballsicherer Impulsgeberin behielt Deutschland die Spielkontrolle - und profitierte dann von zwei Schnitzern von Norwegens Torfrau Cecilie Fiskerstrand.

In der Schlussphase bescherte die Bundestrainerin Laura Freigang (73.) vom 1. FFC Frankfurt das Debüt im A-Nationalteam. Somit sind alle Feldspielerinnen des Kaders bereits im Turnier zum Einsatz gekommen.

Die DFB-Auswahl nutzt das Mini-Turnier vor allem mit Blick auf das kommende Jahr, wenn mit der EM in England das nächste große Turnier für den Rekordeuropameister ansteht. Die Qualifikation für die Sommerspiele in Tokio hatte der Olympiasieger durch das Aus im WM-Viertelfinale 2019 verpasst.