Giulia Gwinn verletzte sich beim klaren deutschen Sieg
Giulia Gwinn verletzte sich beim klaren deutschen Sieg © Imago
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Deutschland feiert in der EM-Qualifikation einen klaren Sieg. Der Erfolg wird allerdings durch eine womöglich schwere Verletzung getrübt.

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Die deutschen Fußballerinnen haben ihren Durchmarsch in der EM-Qualifikation unbeirrt von der langen Corona-Zwangspause fortgesetzt.

Die dominante DFB-Auswahl bezwang beim Restart in Essen Irland mit 3:0 (3:0) und löste mit dem fünften Sieg im fünften Spiel den bisherigen Spitzenreiter (13) der Gruppe I ab.

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Einziger Wermutstropfen: Giulia Gwinn wurde mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht. "Das sah nicht so schön aus", meinte die Bundestrainerin (Tabelle der EM-Qualifikation).

Am Abend wurde bekannt: Gwinn hat sich nach einer ersten Diagnose eine Außenband- und Kapselverletzung im rechten Knie zugezogen. Weitere Untersuchungen sollen in den nächsten Tagen folgen.

DFB-Frauen souverän

Marina Hegering (8.), Dzsenifer Marozsan (38.) und Lea Schüller (41.) sorgten mit ihren Treffern dafür, dass der Rekordeuropameister voller Selbstvertrauen zur nächsten Aufgabe am Dienstag (16.00 Uhr) in Montenegro reisen kann (Ergebnisse und Spielplan der EM-Qualifikation).

"In der ersten Halbzeit haben wir viele, viele Dinge richtig gemacht, aber in der zweiten fehlte mir ein wenig", bilanzierte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im ZDF: "Ein bisschen mehr Spielintelligenz und Konsequenz hätte ich mir gewünscht, das vierte und fünfte Tor hätten wir gerne gesehen."

Die Gruppensieger und die drei besten Zweiten sind direkt für die Endrunde 2022 in England qualifiziert. "Wir haben eine makellose Bilanz. Ich bin guter Dinge, dass wir uns Platz eins nicht mehr nehmen lassen", sagte Voss-Tecklenburg.

Nach der langen Pause hatte sich ihr Team "tierisch auf das Spiel gefreut", wie Marozsan betonte: "Man hat vor allem in der ersten Halbzeit den Mädels die Spielfreude angesehen." Dennoch machte sie noch Defizite aus: "Natürlich fehlt noch das Zusammenspiel, wir waren lange nicht zusammen. Wir hätten mehr Tore machen müssen."

Im Stadion an der Hafenstraße, in dem gemäß UEFA-Vorgabe keine Zuschauer zugelassen waren, gelang der DFB-Auswahl ein Traumstart. Nach einem Eckball von Marozsan köpfte die aufgerückte Ex-Essenerin Hegering ein und erzielte an alter Wirkungsstätte die Führung.

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Spielfreudig, dynamisch, kombinationssicher: Über ein halbes Jahr nach den letzten Länderspielen im März beim Algarve Cup war von Anlaufschwierigkeiten beim deutschen Team keine Spur. In einem variablen 4-3-3-System kamen die Offensivqualitäten des zweimaligen Welt- und achtmaligen Europameisters gut zur Geltung.

Auf der Gegenseite fand das robuste Team des Weltranglisten-31. kaum ein Mittel. Nach einer halben Stunde musste die DFB-Auswahl jedoch einen herben Rückschlag verkraften.

Däbritz feiert Comeback

WM-Shootingstar Gwinn verletzte sich bei einem unglücklichen Zusammenprall abseits des Balls am rechten Knie und musste vom Feld getragen werden. Den Aktivposten auf der linken Außenbahn ersetzte Leonie Maier.

Der Gastgeber ließ sich nicht beirren. Nach Doppelpass mit der präsenten Melanie Leupolz baute Marozsan in ihrem 99. Länderspiel mit einem satten Linksschuss die Führung aus, Schüller legte wenig später per Direktabnahme nach.

Im zweiten Durchgang blieben die Olympiasiegerinnen das klar überlegene Team, agierten mit zunehmender Müdigkeit allerdings nicht mehr so zwingend. Nach etwas mehr als einer Stunde gab Sara Däbritz ihr Comeback nach einem Kreuzbandriss und meldete sich in der zentralen Schaltstelle zurück.