Thibaut Courtois sieht sich die letzten Minuten des WM-Finales nicht mehr im TV an. Der beste WM-Keeper ist nicht gut auf den neuen Weltmeister zu sprechen.

Der Frust bei Belgiens Nationaltorwart Thibaut Courtois nach der WM-Halbfinalpleite gegen Frankreich saß tief. "Die spielen Anti-Fussball", hatte er nach der Partie die destruktive Spielweise der Franzosen hart kritisiert.

Die Wut darauf war auch einige Tage danach nicht abgeflaut. Courtois schaltete in der 94. Spielminute den Finales seinen Fernseher ab. "Ich hatte keine Lust, Frankreich feiern zu sehen", sagte er dem TV Sender RTBF.

Courtois wurde bei der WM in Russland als bester Torhüter ausgezeichnet und trat damit die Nachfolge von Manuel Neuer an. Bei der Wahl für den "Goldenen Handschuh" setzte sich der 26-Jährige vom FC Chelsea vor den Finaltorhütern Hugo Lloris (Frankreich) und Danijel Subasic (Kroatien) durch.

Die Bekanntgabe des besten WM-Torhüters hätte er beinahe verpasst. Erst als ihn einige Teamkollegen darauf aufmerksam machten, schaltete er den TV wieder an.