Granit Xhaka jubelte gegen Serbien mit einer umstrittenen Geste
Granit Xhaka jubelte gegen Serbien mit einer umstrittenen Geste © Getty Images
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Nach dem Jubel-Eklat bei der WM wird in der Schweiz über die doppelte Staatsbürgerschaft diskutiert. SFV-Generalsekretär Alex Miescher will sie verbieten.

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Der Schweizer Fußballverband SFV diskutiert nach den Vorkommnissen bei der WM in Russland über ein Verbot der doppelten Staatsbürgerschaft für Spieler.

Generalsekretär Alex Miescher hatte in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung gesagt, dass sich die Schweiz "vielleicht fragen müsse", ob sie künftig die doppelte Staatsbürgerschaft in der Nationalmannschaft verbieten wolle.

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Im Spiel gegen Serbien (2:1) hatten die Ex-Bundesliga-Profis Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka, beide mit kosovo-albanischen Wurzeln, ihre Tore mit der Doppeladler-Geste gefeiert. Das Formen des albanischen Wappentiers mit den Händen ist allerdings ein von der FIFA verbotenes politisches Statement.

Es folgte eine Geldstrafe von jeweils 8680 Euro für die beiden Spieler.

Auch Lichtsteiner schloss sich Jubel an

Der Schweizer Kapitän Stephan Lichtsteiner, der sich dem Jubel angeschlossen hatte, wurde mit 4340 Euro Buße belegt.

"Der Verband könnte sagen, dass die Türen in die Förderprogramme nur jenen Nachwuchsspielern offen stehen, die auf eine Doppelbürgerschaft verzichten", betonte Miescher. Man höre viele Versprechungen, "und dann ist der Spieler 21 und entscheidet sich für ein anderes Land, weil er dort größere Chancen auf internationale Einsätze sieht".

Miescher weiter: "In den meisten Fällen machen wir den Spielern mit der Doppelnationalität auch keinen Gefallen. Das ist wie bei einem Scheidungskind, das sich zwischen Mutter und Vater entscheiden muss. Es wäre für viele Spieler befreiend, wenn die Entscheidung früher getroffen würde."