Der Vorfall löste in den sozialen Medien wilde Spekulationen aus: Marion Mayer-Vorfelder steckt bei der Siegerehrung eine Medaille in ihren Blazer. Die FIFA klärt nun auf.

Die kuriose Szene bei der Siegerehrung nach dem WM-Triumph Frankreichs gegen Kroatien führte zu vielen Spekulationen in den sozialen Medien.

Was war geschehen? Während Russlands Staatspräsident Wladimir Putin und FIFA-Präsident Gianni Infantino die Medaillen den siegreichen Franzosen überreichten, hatte eine Offizielle im Hintergrund die Aufgabe, diesen die Medaillen in die Hände zu drücken. Diese Offizielle war zufällig die Tochter des ehemaligen DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder. Sie ist bei der FIFA als  Leiterin der Wettbewerbsabteilung angestellt.

Mayer-Vorfelder steckt Medaille ein 

Doch eine Medaille ließ Marion Mayer-Vorfelder plötzlich in der eigenen Jackentasche verschwinden. Die FIFA erklärt nun den Grund und bezeichnet die Vorgehensweise als normalen Vorgang. Demnach hatte Mayer-Vorfelder eine überzählige Medaille (insgesamt 50 werden von der FIFA pro Team zur Verfügung gestellt) in die Tasche gesteckt, weil ein Teammitglied zu wenig bei der Siegerehrung erschienen war. Sie wurde nachträglich der französischen Mannschaft überreicht.

Mayer-Vorfelder organisiert Turniere für die FIFA

Mayer-Vorfelder organisiert als  Leiterin der Wettbewerbsabteilung der FIFA die Turniere des Fußball-Weltverbandes - zuletzt die U-20-Weltmeisterschaft, die gerade in Neuseeland mit dem Triumph Serbiens zu Ende gegangen ist, auch die Klub-Weltmeisterschaft und das olympische Turnier stehen auf ihrer Agenda.

Mit ihrer ersten Bewerbung bei der FifA scheiterte sie jedoch, erst im zweiten Anlauf bekam Marion Mayer-Vorfelder eine Stelle in der Personalabteilung und schließlich in der Wettbewerbsabteilung. Ihr erstes Turnier als Event-Manager war die U-19-WM der Frauen 2002 in Kanada. "Viele sagen, ich bin nur wegen meines Namens und Vaters bei der Fifa reingerutscht", sagt sie, "aber ich denke, ich muss mich aus diesem Grund mehr beweisen, muss zeigen, dass ich’s wirklich kann. Irgendwann ist es dann nicht mehr relevant, meine Arbeit spricht für sich selbst."