Ognjen Vukojevic (2.v.l.) spielte bis 2014 noch selbst in der kroatischen Nationalmannschaft © dpa Picture Alliance

Kroatien schickt seinen Co-Trainer nach Kontroversen um provokante Äußerungen in Richtung Russland nach Hause. Der ukrainische Verband will dessen Strafe zahlen.

Der kroatische Fußballverband HNS hat seinen Co-Trainer Ognjen Vukojevic nach Kontroversen um provokante Äußerungen in Richtung Russland nach Hause geschickt.

Nach dem Sieg im WM-Viertelfinale gegen Gastgeber Russland (4:3 i.E.) hatte er am vergangenen Samstag gemeinsam mit Verteidiger Domagoj Vida in einer Videobotschaft den Erfolg der Ukraine gewidmet. Vukojevic rief dabei "Das ist ein Sieg für Dynamo und die Ukraine". Er und Vida hatten früher beide für Dynamo Kiew gespielt.

Auch von der FIFA wurde Vukojevic bestraft. Er muss wegen "unsportlichen Verhaltens" rund 13.000 Euro zahlen und erhielt eine Verwarnung.

Der Weltverband habe dabei in Betracht gezogen, dass sich Vukojevic und der kroatische Verband sich zeitnah entschuldigten. Vida war bereits am Sonntag für seinen Ausruf "Ruhm der Ukraine" von der FIFA verwarnt worden.

Jobangebot aus der Ukraine

Der ukrainische Fußballverband bot Vukojevic am Dienstag einen Job an, außerdem will der Verband ihm die FIFA-Strafe erstatten. Das schrieb Verbandschef Andrej Pawelko auf Facebook und bezeichnete Vukojevic als "erstklassigen Spezialisten".

Russland unterhält seit Jahren ein angespanntes Verhältnis zur Ukraine und unterstützt die Separatisten in der Ost-Ukraine.

"Ruhm der Ukraine" war der Slogan der revolutionären Bewegung, die 2014 den von Russland unterstützten Präsidenten Wiktor Janukowitsch gestürzt hatte.