Während des Jubels der Kroaten nach Mandzukic' Tor versucht England, ein Tor zu erzielen. Sie wollen einen Regel-Irrtum zu ihrem Vorteil nutzen.

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Es hat alles nichts genutzt: England ist im Halbfinale der WM 2018 mit 1:2 an Kroatien gescheitert. Dabei versuchten die Three Lions alles, um ihren Titel-Traum am Leben zu erhalten.

Was war geschehen? Während die Kroaten nach dem 2:1 durch Mario Mandzukic überschwänglich jubelten, liefen die Engländer zum Mittelkreis und führten sogleich hastig einen Anstoß aus.

Die Folge: Marcus Rashford, Jesse Lingard und Dele Alli liefen unbedrängt auf den kroatischen Kasten von Danijel Subasic zu, um den Ausgleich zu erzielen (Hier geht's zur Szene).

Regel-Irrtum macht die Runde

Damit versuchten die Engländer, einen häufig diskutierten Regel-Irrtum zu ihrem Vorteil zu nutzen. Allerdings wurde das Trio zu Recht zurückgepfiffen. Im Fernsehen war die Aktion nicht zu sehen, doch im Stadion rieben sich einige Fans verwundert die Augen.

Zur Erinnerung: Während der Vorrunde hatte eine vermeintliche Regel die Runde gemacht, wonach immer ein Spieler im Feld bleiben müsse, während die restlichen Teamkollegen außerhalb des Spielfeldes feiern. Andernfalls könne die gegnerische Mannschaft den Anstoß sofort ausführen, so der Irrglaube.

Auch Panama versuchte es

Panama hatte ebenfalls versucht, die Jubeltraube für ein Tor zu nutzen - ausgerechnet gegen England.

Und während des englischen Vorrundenspiels gegen Tunesien war Kieran Trippier nach dem späten Treffer von Harry Kane weit entfernt vom Jubelgeschehen in der Mitte des Platzes geblieben - womöglich, um sich an die imaginäre Torjubel-Regel zu halten. Portugal tat es den Engländern in der Partie gegen Marokko gleich, als Joao Moutinho auf dem Spielfeld blieb.

Doch weil diese Regel nicht existiert, lief gegen Kroatien nun auch der plumpe Versuch der Engländer ins Leere – und der Final-Traum war wenige Minuten später geplatzt.

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